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Dritter Band. [Specielle Arzneymittellehre. Fortsetzung.]
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1 7 3 Dritte Classe. Sauerstofsige Arzneymiktel.

lmsaurer Kalkerde. Sie haben einen bittern, salzigenGeschmack und durch Kali wird aus ihrer AuflösungTalkerde präcipitirt. Durch ihren Antheil an kohlen«saurem Gas unterscheiden sie sich in ihrer Heilkraft vor-züglich von den künstlichen Auflösungen der schwefelsaurenTalkerde. Es gehören folgende Arten hieher:

Saydschützer Wasser, quillt bey Saydschützin Böhmen, im Leutmeritzer Kreise, und enthält vielKohlensaure. Es bcwürkt zu einem bis zwey oder dreyPfunden Laxiren. Man gebraucht es bey Vcrschleimungund Stockungen im Nnterleibe und davon herrühren-den Beschwerden, Hypochondrie, Gicht, Scropheln,Gelbsucht :c. Man läßt zu vier bis sechs Tassenoder Gläser voll trinken.

Seidlitzer Wasser, bey Seidlitz in Böhmen,im Saatzer Kreise, würkt eben so.

Steinwasser, in demselben Kreise.

Hornhausener Wasser, in der Nähe vonHalbcrstadt.

Riendl Wasser, inObcrösterreich, an der böh-mischen Gränze.

Mannerödorfer Wasser, in Niedervsterreichan der ungarischen Gränze, bey Hypochondrie, Hyste-rie, Melancholie, Gicht, Lähmung rc. gebraucht.

Laach bad bey Wien, enthält etwas Eisen, undwird bey Lähmungen, Wassersucht, weißem Flusse :c.angewendet.

Gruber Wasser, bey Coburg, ist gegen-morrhoidalstockungen, Gicht und ähnliche Krankheitentheils innerlich, theils äußerlich angewendet worden.