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Dritter Band. [Specielle Arzneymittellehre. Fortsetzung.]
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Erste Abtheilung. Mit gemischter Grundlage. »89

VII. Als Digestivmittcl giebt man es zu einerDrachme; bey Blutungen zu einer halben Unze undzwar in Pulverform, oder wenn wiederholte Gaben nö-thig sind, aller zwey Stunden zwey Drachmen. Zumäußern Gebrauche löset man eine biö vier Unzen in einemPfunde Wasser auf.

§. 619.

Entbehrlich. >-

Das Seewasser ist eine Ausiösung von salzsau-rem Natrum mit salzsaurer und schwefelsaurer Talkerde,schwefelsaurer Kalkerde und andern fremdartigen Bey-mischungen. Vorzüglich gebraucht man es zum Baden,z. B. in der Anstalt bey Doberan im Meklenburgifchen,an der Insel Norderney bey OstsrieSland rc. Das See-bad unterscheidet sich durch seine reizenden Würkungensehr von den Flußbädern, so wie die äußere Applicationdes salzigen Wassers nach Curri es Methode ungleichvorzüglicher ist, als die Anwendung von süßem Wasser.Daher bewürkt das Seebad nie den Schauder, welchenman im Flußbade bald empfindet, während die dynami-sche Würkung der Kalte und die mechanische Würkungder Wassermasse dieselbe ist, wie bey diesem. Im All-gemeinen ist es vorzüglich würksam gegen Asthenie desHautorgans und gegen scrophulöse Diathesis. Alangebraucht es also vornämlich gegen chronische Hautaus-schläge, Flechten, Krätze rc., gegen rheumatische undgichtische Diathesis, Steifigkeit der Gelenke, Drüsen-geschwülste rc. Dies ist seine eigenthümliche Würkung.Außerdem hat natürlich auch die Heilkräfte des kaltenBades überhaupt, nur mit dem Unterschiede, daß die-

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