Erste Abtheilung. Mit gemischter Grundlage. 19 5
VII. Man giebt es zu fünf bis zehn Gran, inhartnäckigen Fällen und bey drohender Gefahr, z. B.beym Brande, bis zu einer halben Drachme.
Nicht gern laßt man es als Pulver nehmen, weiles zu unangenehin schmeckt und auch etwas feucht wird.Man läßt es vielmehr in Wasser, Mandelmilch, oderin Decocten und Aufgüssen von Vegetabilren auflösenund wohlschmeckende Syrupe zusetzen.
Zum äußerlichen Gebrauche löset man eine Unze inacht Unzen Wasser auf; zu einem Gurgelwasser nimmtnian auf zwey Drachinen salzsaurem Ammonium sechsUnzen Wasser und eine Unze Himbeersyrup. Man lö-set ferner zwey bis drey Drachmen in sechs Unzen Wein-essig auf. Oder man löset eine halbe Unze in vier Un-zen Wasser auf und seht eben soviel Weingeist hinzu.Unter einen Breyumschlag nimmt man zwey bis dreyDrachmen.
§, 621,
Entbehrlich und obsolet.
Kali muriaticum, Sal digestiuutn Syluii, Salfebrifugum, salzsaureS Kali, besteht aus /öFKali, T y 5 Salzsäure und T § 5 Krystallisationswas-sec, wurde zu zwanzig bis dreyßig Granen gegen ga-strische Unreinigkeiten und Stockungen in den Organendes Unterleibes angewendet, ist aber dem salzsauren Na-trum ganz ähnlich und wird durch dieses ersetzt.
Calcaria muriatica, salzfaure K a l k e rde,hat ungefähr ähnliche Heilkräfte mit dem salzsauren Am-monium, und wird jetzt blos noch zum pharmaceutischenGebrauche benutzt.