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Dritter Band. [Specielle Arzneymittellehre. Fortsetzung.]
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Zweyte Abtheil. Sauerstoff entbindende Arzn. 197

durch die Flüssigkeiten fort, daß sie sich, von ihnen ge-reizt, gegen dieselben expandircn, sie also comprimiren,den Raum, wo sie sich befinden, verengern und sie soaus demselben auötrciben. Wenn ein muskulöses Ge-fäß würkt, so bezieht sich im Grunde die Contractionnur auf das Lumen und die äußere Peripherie desselben,nicht aber auf seine Masse; die Substanz des Gesäßes 1schwillt nach innen an, expandirt sich also gegen den ein-würkenden Reiz, ungeachtet das äußere Volumen ver-mindert erscheint. Daß die Thätigkeit der Muskeln inExpansion besteht, erhellt auch aus der Idee willkühr-licher Bewegung: diese ist nämlich Veräußerung desInnern, Darstellung und Ausdruck dessen, was imCentrum des Organismus, im Seetenorgane producirtworden ist, in der äußern Natur. Die Thätigkeit desHerzens, als des ersten der muskulösen Organe bestehtauch eben in centrifugaler Bewegung, in Forkstoßungdes Blutes aus dem Innern nach der Peripherie. DieWürkung der niedrigsten Organe dieses Systems, näm-lich der schleimabsondernden Membranen geht auf densel-ben Zweck, hinaus; sie besieht nämlich in Absonderungund Aussonderung sauerstoffigcr Materie, als des Aus-druckes contrahirender Thätigkeit. Auch involvirt schondie Mischung des Muskels eine überwiegende expandi-rende Thätigkeit, denn wenn wir ihn zerlegen, so er-halten wir mehr brennsioffige Materie aus demselben,als auö andern organischen Theilen, indem der Brenn-stoff der Ausdruck expandirender Thätigkeit ist. Endlich

bestätigt dies auch die Natur der die Muskelfaser speci-fisch erregenden Reize, welche sämmtlich ein Uebergewichtcontrahirender Thätigkeit in sich tragen; es gehört näm-