a 04 Dritte Classe. Sauerstoffige Arzneymittek. ,
enden an )lsthenie gelitten haben, und diese Schwächeschon durch darauf würkende Mittel, (Neutralsalze odersalzig extractivstoffige Mittel) beseitigt worden ist, giebt ^er einen schicklichen Uebergang zur Anwendung der Chinaund ähnlicher Medicamente ab.
Bey der Gicht, und besonders bey dem Podagra, ister so wie extractivstoffige Mittel überhaupt auch empfoh-len worden: allein alle diese Mittel sind erst bey der nachder Gicht zurückgebliebenen Schwäche indicirt, nachdemdie Tendenz zu Uebersäüerung in dem Organismus durchdie Nerveythätigkeit erhöhende Mittel gehoben wordenist; früher gebraucht beseitigen sie zwar die Krankheits-form, veranlassen aber oft späterhin Wassersucht oderApoplexie.
VII. Man läßt den Enzian im Pulver täglicheinigemal zu einem halben Scrupel bis einer halben ;Drachme nehmen; wegen der schwammigen Confistcnj fund großen Leichtigkeit desselben ist dieß jedoch keine be-queme Form.
Einen wässerigen Aufguß bereitet man von einerhalben Unze Enzian mit einer Drachme Pomeranzen-schaalen und einem Pfunde kochendem Wasser ; manläßt es eine Stunde lang digeriren und giebt es zu eini-gen Unzen. Auch kann man durch jpier und zwanzig-stündige Digestion einen kalten Aufguß bereiten.
Zu einem weinigen Aufgusse nimmt man zwey Un-zen Enzian auf drey Pfund Franzwein. Anstatt desletztem kann man auch spanischeil Wein nehmen und eineUnze Gelbes won der Pomeranzenschaale und eine halbeUnze Wintersche Rinde zusetzen.