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Dritter Band. [Specielle Arzneymittellehre. Fortsetzung.]
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ZweyteAbth. Sauerstoff entbindende Arzneym. 207

Extractum Humnli, Hopfendickauözug,Wird wie daö Extractum Gentianae bereitet.

IV. Der Hopfen ist ein muökelstärkendcs Mittel,welches zugleich etwas auf das Seelenorgan würkt unddaher auch bisweilen eine leichte Eingenommenheit desKopfes verursacht.

VI. i) Bey allgemeiner Muökelschwäche, be«sonders wo die nervöse Thätigkeit ebenfalls darnicder-liegk, und wo daher die ganz rein bittern Mittel minderanwendbar sind, giebt man den Hopfen mit großem Ru-hen. So hat man ihn bey Dyspepsie, Scorbuc, Gichtw. würkfam gefunden.

2) Wegen des narkotischen Princips ist er anwend-bar in allen Fallen, wo man ein sehr gelindes narkoti-sches und zugleich die Muskelthätigkeit erhöhendes Mit-tel verlangt, z. B. bey langwierigen schmerzhaften undden Schlaf raubenden Uebeln, wo durch fernern Ge-brauch des Opiums daö Muskelsystem zu sehr geschwächtwerden würde. Viel Behutsamkeit erfordert,wenn man Kranke, die an Schlaflosigkeit leiden, aufMit Hopfen gefüllten Kissen schlafen läßt.

VII. Man kann ihn im wässerigen oder geistigenAufgriffe nehmen lassen. Freake bediente sich einerTinctur aus anderthalb Unzen Hopfen mit sechzehn UnzenWeingeist, und gab davon täglich ein-bis zweymahl«ine Drachme.

Das Extrakt giebt man zu einem bis zwey Skru-peln in Pillen, oder aufgelöset in einem aromatischenWasser, oder Bier.