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Dritter Band. [Specielle Arzneymittellehre. Fortsetzung.]
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2 l 8 Dritte Classe. Sauerstoffige Arzneymittel.

säure, Hartleibigkeit und ähnlichen Beschwerden hypo-chondrischer und hysterischer Personen wird sie mit Nuz-zen gebraucht. Gegen Würmer, besonders gegen Spul-würmer ist sie wenigstens als Nebenmittcl nicht zu über-sehen , und bey Wurmzufällen der Kinder ist das Ein-reiben der frischen Galle in der Nabelgegend von Nutzen.

2) Bey Trägheit der Gefäßenden und davon ab-hängigen Stockungen leistet sie viel. BeyAnschwellungder Gefäße des Gekröses und Atrophie giebt man sietheils innerlich, theils in Klystieren. Eben so bey Gelb-süchten, welchen Torpidität und Trägheit der Psortader-zweige zum Grunde liegt. Selbst äußerlich applicirt,zeigt sie ähnlichen Einsiuß auf torpide, von gewonnenemEyweißstoffe angefüllte Gefäße: sie tilgt Hornhautsiecken,wenn man sie mit Wasser verdünnt, vermittelst einesPinsels fleißig aufträgt.

z) Bey Bleichsucht und weißem Flusse ist sie be-sonders in Verbindung mit Eisen würksam.

Man hat sie auch gegen die Epilepsie gerühmt, ohnejedoch ihre nähern Anzeigen in dieser Krankheit zu be-stimmen.

VII. Die frische Galle ist vermöge ihres aroma-tisch - animalischen Princips vorzüglich würksam. Mangiebt sie täglich einigemal zu einer halben Unze mit aro-matischem Wasser.

Die eingedickte Galle giebt man zu einem Scrupelbis eiyer Drachme, mit Seife, bittern Epkracten,Schleimharzen:c. in Pillenform.