ZweyteAbth. Sauerstoff entbindende Arzneym. 239
z) Vorzüglich schätzbar aber. ist es wegen seinerWürkung auf die Lungen. Bey chronischen Katarrhenund schleimiger Lungensucht ist eö das Hauptmittel, wel-ches wir gegen diese Krankheiten kennen: es richtet diegesunkene Reproduktion in den Lungen wieder auf, ver-beffert die Sekretion daselbst, befördert das Auswerfender secernirten Stoffe und beschränkt die dabey vorhan-denen Symptome, nämlich Schwäche des Darmcanals,Abmagerung und epaltirte Reizbarkeit. Nur bey Sub-jecten, wo die Lungen so reizbar sind, daß leicht eineEntzündung derselben entsteht, darf man keinen Ge-brauch davon machen. Bey der eiternden Lungensuchtkann es im ersten Anfange der Krankheit als Heilmitteldienen; späterhin lindert es wenigstens die Symptome.Bey trocknem Husten mit Abzehrung, der z. B. nachden Masern zurückbleibt, oder zu einem Typhus sich ge-sellt, auch beym Keichhusten und Blutspucken macht manmit Nutzen Gebrauch davon.
VII. Wegen seiner Leichtigkeit giebt man es nichtSem als Pulver. Die Dosis ist hier eine halbe bisganze Drachme.
Gewöhnlich bedient man sich des Absudes. Manlocht eine Unze davon eine Viertelstunde lang in zweyPfund Wasser, und läßt den Tag über davon dieHälfte,^der auch die ganze Portion verbrauchen. Man kannmit Zucker und Milch trinken. Wo der Extractiv-nvff weniger angezeigt ist und man bloß auf die Lungen^ber auf die Ernährung würken will, läßt man das is»indische Moos 24 Stunden lang in kaltem WasserMeichxu, gießt dieses weg und kocht daö seiner Bitterkeit