2 jo Dritte Gasse. Sauerstoffe Arzneyinittel.
sonders der Chamilke, wiewohl sie vermöge ihres vor-waltenden Extraktivstoffes mehr auf muskulöse Organewürkt. Besonders ist das Extracr fast ausschließlichmuskelstärkend.
VI. i) Bey Schwäche de^Lerdauungswerkzeuge, !
Neigung zu Blähungen, Säure, hypochondrischen Ko- !likschmerzen. ^
2) Bey Schlaffheit und Verschleimung der Lun-gen, chronischen Beschwerden derselben, besonders mit 1scrophulösem Habitus und überwiegender Empfindlich-keit, bey feuchtem Asthma, Blutspucken, angehenderLungensucht rc. Vorzüglich läßt man im Frühjahre die !frische Schafgarbe gegen diese Krankheiten gebrauchen, i
3) Sie verstärkt die Muskelkraft der Arterienen-dcn, besonders wenn zugleich das Nervensystem sehrleicht beweglich ist, und giebt daher bey mancherley Ar- ,tcn von Blutungen ein würksames Mittel ab. Man ge-braucht sie bey Blutspucken, beym Hamorrhoidalffusseund bey Blutungen des Uterus, besonders wenn. eistkrampfhafter Zustand dabey vorhanden ist.
4) Sie beseitigt endlich Krämpse des Unterleibes,indem die Würksamkeit ihres ätherischen Oels durch denExtraktivstoff vornämlich auf den Darmcanal beschränktwird. Bey Kolikschmerzen, krampfhafter Unterdrück»»-der Katamenien, Nachwehen, selbst bey Epilepsie vonunterdrückten Katamenien und krampfhaftem Zustandedes Unterleibes gebraucht man sie mit Nutzen.
VII. Einen gesättigten Aufguß erhält man, wennman zwey Unzen Blätter und Blüten mit sechzehn Unzenheißem Wasser eine Viertelstunde lang digcrirt.