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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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wurde. Ihm folgte sein Sohn Adalrich, auch Adalhart »ach. Stach dessen Tode,ohne männliche Erben, kamen seine Erbgüter durch die Heirath seiner TochterHenna an Graf Arnold von Lenzburg um das Jahr 890 ^). Run kennenin eben diesem Jahre die Urkunden einen Rudolf als Herzog von Rhätien (8nkuäollo rluee RkseUanoruna) auch kommen später in der Urkunde vom 28. De-zember 909 2), nach welcher der Bischof Salomon dem KlosterSt. Gallen das Kloster Pfeffers schenkte, als Zeugen, ein GrafHugo, und ein Graf Anselm vor, deren Grafschaften unbekannt sind.Diese Verbindung mit dem Bischof Salomo, die der Familie von Montfort undWerdenberg, bis auf die spätern Zeiten erblichen Namen der Hugo, Rudolf,scheinen zu bestätigen, was Lazius, Guler und Sprecher, so wie Arzet, Buzelin u. a.behaupten, diese beiden seien Montforter gewesen. Zwar erscheint in den Urkunde»24. Juni und 11. Dezember vom Jahr 903, ferner 905 und 909 ein Burkards,der sich später zum Herzog von Schwaben auswerfen wollte, und im Jahr 911luüieio iniquitatis sb ^iwlrolmo, getödtet wurde, als marotiio 6ows8 illustris,marokio In ktimtia Lurionsi und dessen Gauen, in welchen selbstkolUkireka"lag. Allein eben dieses Zusammenstoßen der beiden Familien, welche auf dieselbeGrafschaft, vielleicht auch nur einzelne Familiengüter Anspruch machten, dieGewaltthätigkeit Burkards, welchen König Ludwig das Kind, unterstützte, mochtenden Anselm und seine Stammgenvssen bestimmen, sich zur Tödtnng des Burkardszu vereinigen, und diesen Entschluß, durch den Tod des Kaisers ermuthigt, aufeiner Versammlung des Adels dieser Gegend auszuführen. Daß Anselm, Hugound andere ihre Feinde den Sturz dieser Burkardischen Familie, wobei Burkardelbst, so wie sein Bruder Adelbert getödtet, ihre Kinder verbannt, und sie allerihrer Güter verlustig erklärt wurden, benutzt haben werden, um sich der Besitzungenderselben zu bemächtigen und sich in diesem Besitze zu befestigen, ist wenigstenssehr wahrscheinlich, auch stimmen Tschndi, Stumpf, Fäsi, Jselin, so wie dieRhätischen Schriftsteller darin überein, daß zu Ende des- Oten und zu Anfang des10 en Jahrhunderts die Besten Altmonffort, Werdcnberg, Jagbcrg rc. erbautworden seien und bezeichnen als die Erbauer die Montforlen mit dem NamenRudolf und Heinrich; wobei aber auch eines Grafen Hugo gleichfalls Erwähnunggeschieht, der von Montfort genannt wird. So haben, nach Guler und Sprecherunrer dem Herz. Hermann von Allemanien, Graf Hugo von Montfort, und GrafRudolf von Werdenberg dem Kaiser Heinrich i. im Jahr 930. Hilfsvölker in

Neug. Nro. 597.

.4,I(N. eil. Nro. 673.

-) Neuq. Nro. 640. 643, 65t und 666.