14
überlasse» wurde. Bregenz aber besaß ein Graf Ulrich i) und nach ihm sein Sohnoder Enkel Wuzzo, Urzo oder Ulrich, der Vater des heiligen Gebhard, Bischofszu Konstanz.
Um diese Zeit lebte auch ein Graf Otto von Montfort, der auf Jagdbergwohnte, wie Eichhorn in seiner Geschichte des Bisthums nach Urkunden desKlosters Einsiedler!, erzählt 2).
Nach etwa 50 Jahren finden wir in einer Urkunde Kaiser Konrads III., wel-cher im Jahr 1031 -die Schankung des Bischofs Eberhards von Augsburg an dasdasige Kloster Afra bestätigte, unter den Zeugen: IIuZo Lomes cis rvorüiudoretr,und losnues Lomos üs Vloutlort^).
Dieser Graf Hngo war der Zeit nach, unter dem Namen Hugo I. wahr-scheinlich der Stammvater der nachmaligen Pfalzgrafen von Tübingen, aus demGeschlechte der Montforte. Der Marchthaler Analist ^), der, wie er sagt, seineAnnalen aus den vorhandenen Urkunden zusammenschrieb (on. an. 1240) erzähltvon dem Stifter seines Klosters dem anerkannten Hugo III. oder IV. , Pfalzgrafenzu Tübingen 5), er sei ein Graf von Rhätien, Herr zu Ruck, Herrenberg rc. ge-wesen, die sein Urgroßvater Hugo erworben habe. Die Art des Erwerbes, obdurch Heirath, oder durch Schankung des Kaisers, bestimmt er nicht. Wäre aberjeden Falls dieser Hugo aus der Familie der alten Rucker auf der WürttembergischenAlp, oder einer Stammverwandten Familie gewesen, so hätte er diese Besitzungen,die die Pfalzgrafschaft Tübingen, ausmachen, nicht erst erwerben können, da erste Erbsweise als seiner Familie angehörend, besessen hätte. Auch finden wir, stattder alten Familiennamen der Rucker, der Wago, Chadoloch, Berchtold u. s. w.die Familiennamen der Werdenberg und Montfort, Hugo, Rudolf und Ulrich bei
u Lonlss. Oirronlc. kfitrokus-muiii, auch Neug. L. v. all SUN. 979 und vsserwannȟ Oliroii. kstroiurs.
2) Livdliorii kroürowus in Oisl. Lpiss. Ourieirs. p. 51. Vernporo Ilallubei tikchisc. Ourisirs. (919 — 968) Normt 8. kerolllus, qui cum lluobos liliis, eremitamnZens, in vslis vrusiana, »N lovum Irasuna (kriesa) Irabitavit f 978. Umie invenil,«lum vsnstioni inouinbo,st, Otto lis Uontskortis, l-lAllbsrKw eomes, cupis operamonasteiioluin, postos sei 8. OerolNum extruxit.
H Pl. Brauns Geschichte der Bischöfe von Augsburg I. I. p. 367, doch wird dieAechtheit dieser Urkunde, wohl mit Recht angefochten.
H Zn dem, im Jahr 1803 aufgehobenen Reichsklofter Obermarchthal bei Thingen ander Donau, Prämonstrat. Ord. befanden sich zwei geschriebene Chroniken, von welchen dieältere im 13ten Jahrhunderte von einem Geistlichen dieses Klosters verfaßt wurde, auf diesich hier bezogen wird.
§) Die Stiftung des Klosters Marchthals geschah im Jahr 1171. Die Stistmige-Nrkunde ist den 1. Mai zu Tübingen ausgestellt.