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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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den Pfalzgrafen von Tübingen vorherrschen, so wie das Wappen derselben dieMontfvrtischen Werdenbergischen Fahnen, nur mit andern Farben, ist- Abgesehendavon, daß Hartmann in seinen ^nsl. kinsisälons. den Sohn, oder Enkel diesesHugo l. um das Jahr 1078, der gleichfalls den Namen Hugo führte, ausdrück-lich einen Grafen von Montfort nennt. Daß aber diese Hugo nicht mehr im Be-sitze der Grafschaften Montfort, FelLkirch und Werdenberg waren, beweisen zweiUrkunden Kaiser «Heinrich IH. cl. ü. Gattes (Eichhorn liest liattm, Baden)11. Juli 1030 t), nach welchen dieser Kaiser dem Bischof Dietmar von Chur(1039 1070) das Beholzung und Jagdrecht (fus vsn8lioni8 st interoiilui)in den Reichsforsten in Lowitatu, Otlouis, kuüolpli! st ILAinonis, MioruinqueOtlonis, Lssinonis, IlumbsrU st ^cksiberouis s vslls Vsrgana (Frarern beiAltmontfort) usqus üuviuin LanZarum ad ntrsqus Misni ripa usqus adOsminZam (die Grenzen der Grafschaft Feldkirch) und in Lomitatu Lbsituireli,ab UZonis inonlis sunnnitritv rnt aciusm ^rgain us(;us, qum intsr kruZginst tzumlr-ivitsm (Graps und Bruk im Werdenbergischen) tluit, einräumt. DieserBischof Dietmar soll, nach Joh. Flugius, ein Montfort gewesen sein, wie auchdessen Nachfolger Bischof Heinrich (107078). Eben so führt, als 18ten Abt desKlosters Disentis, Eichhorn, einen Ulrich Grafen von Montfort auf^), welcher vomJ.1031 bis zuseinemTodestage den 8. August 1058diesem Kloster rühmlich vorstand ^).

Obige Söhne Graf Ottos erscheinen auch in dem großen Investitur-Kampfeund den hieraus entstandenen Fehden, als treue Anhänger des Kaiser Heinrich IV.,während ihre Nachbarn, die Grafen von Bregenz, Ulrich und Marquard eben sotreue Freunde des Papstes Gregors VII. und seiner Verfechter, Herzogs Wels,und des Gegenkaisers Rudolfs, waren. Gegen die ersten unternahm Herzog Welsim Frühjahr 1079 einen Kriegszug, verheerte mit Brand und Raub ihre Be-sitzungen , und zwang sie sich dem Kaiser Rudolf zu unterwerfen, worauf er nachEroberung des Fünstermunzer - Passes mit reicher Beute, als Sieger, zurück-kehrte. Im nämlichen Jahre zog der kriegerische Abt Ulrich III. von St. Gallen/)nachdem er die Hilfsvolker seines Bruders Herzog Luitolf von Kärnthen an sich ge- .zogen hatte, als eifriger Vertheidiger Kaiser Heinrichs IV. gegen die Grafen vonBregenz, Ulrich und Marquard, aus, eroberte und verbrannte Bregenz und nahmden Grafen Marquard gefangen.

U Sprecher eiironicon ittisetiso p. 72 Guler rc. libr. VIII. p. l is and Eichhornliist. Lpisc. 8ur. p. 6» und LoU. (üploin. p. 41 und Nro. 35.

2) Eichhorn I. c. p. 82 und 64.

H Eichhorn Lp. Lur. II. p. 288.

') Nsriialrli Haust. IMroiiioon aUan. I07S ap. vsseimann 1. n. p. »s st8flrsoNerItNron. klust. p. 74.