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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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Deutschland zu verschließen, woselbst dieser viele alte Freunde und Anhänger seinesHauses hatte. Friedrich sah sich dadurch genöthigt, die bequemere Straße zu verlas-sen, und zog durch Rhätien, dem Bodensee zu, woselbst er in den alten Besitzungenseiner Voreltern auf Unterstützung von Seiten der alten Freunde seines Hauses zählenzu können hoffte. Seine Hoffnung betrog ihn nicht. Bischof Arnold von Chur nahmihn mit offenen Armen auf. Seine Vasallen sowie der Adel der Umgegend versam-melten sich um den neuen Kaiser und führten denselben durch das Rheinthal nach St.Gallen und nach Konstanz. Das Heer Friedrichs vermehrte sich und gewann anStärke und Haltung so sehr, daß Kaiser Otto lV. , welcher auf die Nachricht. Frie-drich rücke durch Rhätien vor, bis Ueberlingen mit einem zahlreichen Heere gekommenwar, sich zurückziehen und Schwaben verlassen mußte.

Nach diesem Gang der Geschichte war auch Graf Hugo von Montfort, deralte Anhänger der Hohenstaufen, der erste und mächtigste Graf dieser Gegend, durchdessen Gebiet Kaiser Friedrichs Zug ging, auf des letzter» Seite. Diese AnnäherungGraf Hugos und dessen Hilfe mußten dem neuen Kaiser besonders erwünscht undwerthwoll sein, und es ist nicht zu erwarten, daß Kaiser Friedrich den Grafen Hugounbelohnt gelassen, oder daß letzterer nicht selbst Belohnung, Sold und Entschädi-gung für sich werde gefordert habe», wenigstens finden wir Rheinegg, Stadt, beideSchlösser und einen Theil des hiezu gehörigen Rheinthals, welche Kaiser Otto IV.im Jahre 1209 zum Reiche, oder eigentlich für sich als eine nach dem Tode KaiserPhilipps Heimgefallene Besitzung, eingezogen hatte, von nun an als ein montforti-sches Eigenthum/), wie dieses die Urkunde von 1218 (s. unten) beweißt. Wahr-

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