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unter welchen Herrmann von Landeck und Graf Heinrich von Hurningm zuNeuhohen-berg an der Donau*), erschlagen, er selbst mit den Rittern Hans Reuchlin vonMeldegg und Burkard von Dankersweiler gefangen wurden. Um aus der Ge-fangenschaft erledigt zu werden, mußte er seine beiden Söhne Rudolf und Ulrich zuGeißeln geben, bis er das Lösegeld erlegt haben würde, was sich einige,Zeit verzögerte.Wann diese Fehde sich zugetragen, hierüber weichen die Nachrichten von einander ab.Tschudi gibt das Jahr 1371, Guler das Jahr 1385, die Montforter Chronik undMerkle das Jahr 1352 an?). Letztere Angabe scheint die richtigere zu seyn, daGras Rudolf im Jahr 1355 schon wieder in andern Fehden, und zwar mit seinerigen en Stadt Feldkirch verwickelt war, die er den 2. März 1355 überfiel und durchVerrätherei einnahm^), im 3. 1371 aber sein Sohn Ulrich schon mehrere Jahretodt war.
1) Merkle. UI. Abtheilung S. 140 schreibt hierüber: „GrasNudolf von Feldkirch wohnte,1351, dem Zuge gegen Zürich bei. Vielleicht da, von Walther von Bellmont beleidigt,bekriegte er denselben. Am 12. Mai 1352 kam es bei Lugniz zu einem Treffen.... 38Ritter wurden erschlagen, von welchen Heinrich von Hurningen, Eberhard Helwer, Rud.von Ramsperg, Albrecht von Steinegg, Herrmann von Grünensteig, Heinrich von Nus-plingcn, Herrmann von Landenberg und Johann von Lindenberg in einem Grabe bei denDominikanern in Chur beerdigt sind." Auch Johann v. Müller in seiner Geschichte derEidgenossen w. erwähnt dieses Treffens. Eben so Tacher, in der Konstanzerchr. (Mpt. inSt. Gallen) „Im Jahr 1352 am St. Pankraztag (12. Mai) beschach der Strit zu Chur-walchen, do der alt Graus von Werdenberg (Montfort) und der Jung sin Sun, dahingeraiset waren, do unten verluren gar vil erber Ritter und Knecht und namentlich GrafHeinrich von Hohenberg, Herr Albrecht von Buffnang, zwen von Marchdorf, Hr. Hein-rich von Klingenberg, Albrecht von Steinegg, Frank von Bollingen, Hr. Eglof von Hon-berg, Burkard von Hohenfels, einer von Breitenstein, Eglin von Rosenberg u. a. m. irLeben." Die Montforterchr. eines Tränkte von Feldkirch, besten Vater »ach der Angabedes Verfassers im Jähr 1388 so wie dessen Mutter im I. 1412 starb, schreibt hierüber1352 in die pancratij (12. Mai) ins»na straxes kaota est in monle curvvatdin»,vaiiis Inixnir prope oppidain iiauts, ubi vnus. nostor lind. <ic Hlontl. captustuit, st liuiüaid Uaniraitssrvtter loli tticti divt. iniies et plusciuai» 38 eiluite^st perdito» de suis civilrus et stipendisiiis occisi suolab Ulrico »sitero ds liei-ninnt et suis 1»miIiariUu8.
2 ) Joh. v. Müller (». Buch 5 Haupt. S. 146 gibt den 12. Mai 1335, als denTag des Treffens an, verwechselt aber den Grafen Rudolf v. Mvntfort-Feldkirch mit demGrafen Rudolf von Werdenberg - SarganS, welches schon daraus erhellet, daß er selbstdie Söhne des bei Jlanz gefangenen Grafen Rudolfs und Ulrich nennt, welche nichtSöhne des Grafen Rudolfs von Werdenberg sondern des Grafen Rudolfs ». Mvntfort-Feldkirch waren, wie die spätern Urkunden ausweisen.
5) Die Tränkllsche Chronik sagt: 1355 2 . UsrtU ttudoll Lomes ds Komi. et Msui eum ootusxintr, lunmiis In eguts et ouin multis peditidus circa xnlsum MariNinvasit vivitatom VeldNiccN , st inultos eivss oeepit, stque plurss eivss tugvrunt.