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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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Gr. Rudolf vermählte sich um das I. 1332 mit Anna, Graf Ulrichs vonBerg seligen Tochter, welcher er zur Morgengabe den 21. Mai 1332 vor demk. Landrichter, Konrad von Gundelfingen zu Ravensburg -2000 Mrk. Silbe^auf die Feste Altmonfort mit Zugehorde verschreibt). Mit dieser erzeugte GrasRudolf drei Söhne, den Bertholt» den Jüngern, den Ulrich und den Graf Rudo lfunfeine Tochter die mit dem Grafen Gotz von Fürstenberg, zu Haslach verheirathetwar. Nach dem Tode der -Anna geb. von Berg, verheirathete sich Gr. Rudolfder altere, auch der VI. genannt, mit Elisabeth einer Gräfin von Nellenburg, die ihnüberlebte.

Graf Rudolf und sein Bruder hielten sich an die Herzogen von Oestreich, auchnach der Gefangenschaft des K. Friedrichs (1324), wie sie dann lt. Urk. Out. Kon-stanz 11. August 1327 den H. Albrecht und dessen Bruder eidlich gelobten, ihnenmit ihren Leuten und Festen zu dienen, auch ihnen Herzog Otto für ihre geleistete Dienstezu Diesenhofen, 27 Februar 1330 400 Mrk. Silber in Fristen zu bezahlen ver-sprach. Auch später dauerte diese Verbindung fort; da nach Urk. eiat. Bruck 1. Nvv.1337 Gr. Hugo bezeugt, Laß rücksichtlich des Bündnisses welches er und sein OheimGraf Ulrich mit dem Herzog Albrecht und Otto geschlossen, diese nicht verbundensein sollten, seinen Bruder Gr. Rudolf der gefangen ist, zu Hülfe zu kommen. ^)Von Graf Rudolfs Fehde, welche er und sein Bruder Hugo um das Jahr 1344gegen den K. Ludwig hatten, geschah oben Erwähnung; aber auch schon früher hatt?er mit Bischof Ulrich von Chur Streit, wie ein Compromißbrief vom 26 August1326 zur Beilegung ihrer Irrungen beweist. Arch. Urk. in Wien. Aber auch nachdem Jahr 1326 scheint die Fehde der Montfort mit dem Bisthum Chur fortgedauertzu haben; indem noch den 23. August 1336, erstere um die Mittagszeit die FesteMarschlins, welche damals noch dem Bisthum gehörte, durch Ueberfall einnahmen.Hauschr. Ebenso nahm Gr. Ulrich den 23. August Altstetten ein. Später wurdeGr. Rudolf mit dem Frh. Ulrich Walter von Bellmont in eine neue Fehde verwickelt,deren Veranlassung zwar unbekannt ist, die aber für ihn unglücklich ausfiel. GrafRudolf machte zwar anfänglich glückliche Fortschritte, eroberte Flims und Sigbergden 30. April'1352) zwang den von Bellmont sich in das Lugnizer Thal zurück-zuziehen , woselbst er doch an der Landwehr bei der Hauptkirche zu Plurs von denWeibern zurückgeschlagen wurde. Er verfolgte hierauf den Bellmont mit solcherHitze, daß er bei Jlanz unter^ ungünstigen Umständen zu einem Treffen genöthigtwurde, in^welchem mehrere seiner Verbündeten (der Bannerherr mit 38 Ritter,

9 Zellwegers Geschichte des Appenz. vom I. Theil S. 182.

2) Chmels (Geschichtsforscher Nr. II.

Urk. Buch der Stadt Freiburg VI. B. Z. s45 u. 320, u. v». Bd. 198.