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Gr. Hugo von Moiufort-Feldkirch, namentlich der Feste Tosters bemächtigt, wiedie Urkunde, eint. Wien den 26. Juni 1360 beweist*). Die Montforter griffenbald darauf zu den Waffen) der ältere Rudolf mit seinen beiden Söhnen Rudolfund Ulrich stellten sich an die Spitze der Heerhaufen, auch Gr. Heinrich von Mont-fort-Tettnang sowie die Ramschwage und ihre Freunde schloffen sich an. Ersteredrangen in die Grafschaft Werdenberg ein, eroberten und zerstörten den 13. Januar1360 in Ootnv. Lpipti. am St. Hilariustag Grabs auf eine Weise, die großesAufsehen erregt haben muß, da die Chronik dieser Zeit, so oft von Rudolf oderseinen Söhnen die Rede ist, immer beisetzt: «zui vsslavit Ornps^).
Hierauf zog Gr. Albrecht von Werdenberg mit den Bludensern vor die BurgRamschwag, allein Gr. Rudolf eilte zum Entsatze herbei, und nöthigte ihn zum Rückzüge.
dcubcrg und des obige» Herr» Heinrich von Schwcnmngc» kaiserlichen Kandvogts in demKrcuzgange der Barfüßermönche zu Lindau einen Eid schwur, mit seiner Burg Blatten,gleich jedem andern Bnrgmann des Klosters warten, und das Oeffnungsrccht gestatten zuwollen. Allein der alte Burkhard, einmal feindlich gegen den Abt gestimmt, überließ,wohl um seinen Eid nicht erfüllen zu müssen, dem Grafen Albrecht von Werdenberg dasBesatzungsrecht auf Blatten am Mittwoch vor Martinstag 1348 auf 5 Zähre um lOHwelche ihm „auf die Bar" (Neberfahrts- oder Schiffgeld über den Rhein) angewiesen wurden.Burkhard von Ramschwag hatte aber damals fünf erwachsene Söhne, welche sich dadurchverkürzt glaubten, und sich an den Abt Herrmann von St. Gallen anschlössen, dem sieam Samstag vor St. Nlrichstag 1350 schriftlich an Eidesstatt versprachen , die Burg wiederin ihre Gewalt zu bringe». Vergebens waren doch ihre dießfallsigeu Bemühungen. Wederihre noch des Klosters Macht vermochte die Grafen von Werdenberg, beide Albrecht Baterund Sohn, auch nach Berfluß der fünf Zahrc das Schloß Blatten zu räumen, und denrechtmäßigen Eigenthümern zu überlassen. Erst, als in der Fehde zwischen den Mont-sortern und den Werdenbergern (1360) letztere unterlagen, gelang es den Brudern vonRamschwag im I. 1302 mit Hülfe der erster» sich der Burg wieder zu bemächtigen, wo-rauf sie zu Appenzell am Montag nach St. Pelagientag 1362 dem Abt Gregor von St.Gallen, als dessen Bnrgmänner, huldigten. Die im Jahr 1375 noch lebenden 4 Brudervon Ramschwag, -Burkhard, Heinrich, Walter und Eberhard, so wie des ersteren Söhneverglichen sich am Freitag vor Martinstag im obigen Jahre, über die noch obwaltendenAnstünde mit dem Kloster. S. das Rheinthal betreffende Urkunde im Arch. zu St. Gallenin drei Fol.-Bäudcn. S. Anh. Nr. 83 u. 100.
i) Lichnowskh Reg. zu Bd. IV. Z. 186.
") Die Chronik des Tränkle hat: 1300 in oclnvu Lpiplr. boo Oiil in «lie 8. M-Inri), N0M6S liullntt <lo Rontlorte CUIN trliis 8UI8 lliiiou ot liUllolto cuin Omni 8»aLinüllurn, LregsnrorrvnIOiS güfuvrintibus, in suinin» plusqunw iniüe equiluin etireditum ot 15 »rwridus invnsit Orsps, ei aeslruxit totalitär >>ei ignein, tenet unstlux et nnliqnsm villniir (Mstctten) el in Orops oei'it lx-no IN nolnles, ei wultiinlerwi-li v> per ixueni ox>n-ti snni.
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