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Im 3. 1360 zöge» in der Fastnachr Rudolf der Naier vor Rheiuegg, Rudvlf derSohn aber ini Juli d. 3- vor Binden;, am I. 1362 aber im Februar (Dienstagnach St. Valentin) eroberte und zerstörte Graf Heinrich von Montfort-TcttnangAltstetten, belagerte sodann die Burg Blatten (auch der Thurm zu Blatten genannt»reichen die v. Werdenberg dem von Ramschwag abgenommen hatten) wurde aberabgethätigt. Gr. Rudolf aber zog nach Ostern d. I. aus und nahm Reumontfortin der Clause ein, ebenso überfiel der von Ramschwag den 24. August -Blatten,und nahm diese Burg wieder den Werdenbergern ab *). Da auf diese Weise dieWerdenberger der Macht der Montforter unterlagen, ihre Güter immer mehr derVerwüstung ausgesetzt waren, so scheint im Jahr 1362 ein Anstand und Friedevermittelt worden zu sein, in welchem Rudolf von Montfort Reumontfort unddie von Ramschwag Blatten behielten; welches letztere aber gegen den Willen seinerVerwandten Burkhard von Ramschwag 1363 dem Kloster St. Gallen zurückgab.
Hiczu kam noch der Werdenbergische Antheil au dem Bregenzer-Wald, welchenGr. Albrecht von Werdenberg zu Bludenz den 14. Februar 1362 dem Grafen Ru-dolf von Feldkirch um 700 Hl. nach andern um 1700 As pfandweise überließ.Auch die Hrn. v. Thumb nahmen gleichfalls als Gegner Rudolfs an dieser Fehde theil,indem sie aber von d-n Montfortern gedrängt wurden, verkauften sie, wie Buzellin-)schreibt, ihre Vurg Neuburg^) an den Herzog Leopold von Oestreich im I. 1363 und
H Zu diesem unglücklichen Fortgange des Krieges kam noch, daß Herzog Rndolf vonOestreich sich »m diese Zeit für den Gr. Rudolf v. Montfort erklärte, indem er denselbenden 33. Juni 1360 zu Wien in seinen Schutz nimmt, und den 29. Zuni d. I. verspricht,ihn gegen die Grafen von Werdenberg zu schirmen. In der Urkunde vom 23. Juni 1360nennt Herzog Rudolf den Grafen Rndolf von Montfort-Feldkirch so wie dessen SöhneUlrich, Rudolf und Hugo „die unser Man, und ewig Diener sinnt". Auch besetzte Gr.Rudolf von Montfort am Freitag vor Jakobi 1363 das dem Herrn von Thnmb gehörigeThal Valsnzin, und zwang die Einwohner ihm zu Huldigen, nachdem er den RitterHugo, den Thumb in des Klauöbeken Stuben bei Feldkirch überfallen und gefangen hatte(1362 am Samstag vor St. Valentinstag). Dieses mag auch die Ursache gewesen sei»,daß Hugo den Thumb für sich und als Vormund der Kinder seines Bruders Schwclkardvon Thumb sel.,-mit Namen Hans Frick und Heinrich, die Feste Neulmrg im Rheiuthaleim Churwalchen au die Herzoge von Oestreich um 3300 Pf. Konst. Pfennige verkaufte,i.icimovi Reg. zu IV. Bd. Z. 458.
2) 6. ISurellin iriElia 8acr. vt prol. p. 278 1!uza 'Idumli as diaubniA eollis»8eum Uontlorlis castrum iiiuiiitissiinuin öksoliurKum (1363) äi oliitlucidus vaiiüit otIlliaelis exceüil.
3) Die Burg Nenburg war der Hauptfitz der Ritter von Thumb, die sich deßhalbauch von Neuburg schrieben. Die Burg selbst war früher WelfischeS Eigenthum, wohinHerzog Wels den gefangenen Pfalzgrasen Hugo von Tübingen im 3. 1166 in Berwah-nmg brachte.