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es seine zerrütteten ökonomischen Verhältnisse, die ihn genöthigt hatten die Rechte anTosters dem Gr. von Fürstenberg seinem Vetter, so wie mehrere Güter bei Feldkirchseiner Stiefmutter Elisabeth von Nellenburg rc. zu verpfänden; oder vermochten es dieZusprüche der üstr. Fürsten und ihrer Freunde: kurz Gr. Rudolf, ohne sein dem Gr.Heinr. v. Werdenberg gegebenes Versprechen zu achten, verkaufte noch im nämlichenJahre lt. Urkunde «tat. Baden im Aargau den 22. Mai (am Dienstag vor Urbani)1375, alle seine Besitzungen mit wenigen Ausnahmen, um 30,000, nach einigenum 36,000 Gold-Gulden, innerhalb 3 Jahre zahlbar, an Herzog Leopold v. Oestreich.Diese Urkunde i) welche zugleich die damaligen Besitzungen der Gr. v. Montfort-Feld-kirch enthält, benennt diese »Burg und Statt ze Veltdkirch, den Berg zu Rankhwellmit dem Landgericht, und andern Gerichten daselbst, die Vesti genannt alt Mont-fort, und was zwischen der Clauß und Veltdkirch leitn als der Rin gath, und als deAll von Veltdkirch in den Rein fleußt, die Vesti genannt der neu Montsort, die VestiFueßach, das Guth ze Brngg, das Guth ze Höchst das genannt zue dem Pirbaum,und Leuth und Gueter die ich dazwischen hau, als der Rein und die Fueßach inden Bodensee rinnet, das Burgstall, genannt Blasenberg,. bey Veltdkirch, und allemeine Rechte die ich hau , an (ohne) die Vesti Tosters, und was darzu gehört, dieGr. Heinrich von Fürstenberg Psandt ist, darzu den hindern und vordern Theil desBregenzer Waldes, das Guth Langenek, die halbe Achlösi in dem Wasser genanntBregentz, die Vesti und das Guet zu Stauffen, das Gnet zu Dornbüren, und zeMuren (eine Abschrift hat Kauwen) zu Stiglingen, mit den Weingärten daselbs,die Kelenhoff vor Lindaw, die ein Psandt sind von dem Reich und darzu die Hof undGueter, die gen Veltdkirch gehöreudt, und die mein Stiefmutter Elisabeth von Nel-lenburg inne hat u. s. w." In diesem Kauf waren nicht begriffen: die Festen Jag-herg und Ramschwag auf dem linken Illuster bei dem Dorfe Nenzig, die Vogtei Val-
H Eine Abschrift dieser Urkunde stillet sich auch in der Montforter Urk.-Sammlung.Nach Buzellin und der Feldkircherchr. wurde dieser Kauf in Wien, wo nicht abgeschlossendoch verabredet. Letzterer schreibt: 1375 zog Graf Rudolf von Momfort nach Wien zumHerzog Leopold, und kani mit ihm überein über alle seine Herrschaften und die StadtFeldkirch und gab ihm das alles, was er vorhin dem Grafen Heinrich von Sargans ver-schafft hatte, eines redlichen Kaufs nach seinem Tode um 36,000 fl. „darvor hat er derStatt Velkürch große Freiheit gcthon, das alles verbriefft ist dieselbigen Freiheiten undunser Herr der Herzog auch bestat hat, mit seinem vcrstgclten Bricff da hat mein HerrGraf Heinrich seiner Recht auch seither abgclaßcn." tMmsi östr. Geschichtsforscher tt.191 auch lüclinovsliv Reg. zum IV. B., Z. 1219 haben diese-Verkanfs-Nrk. Die Kaufs-summe ist zu 30000 (Aoldgnlden angegeben und führt namentlich auf die Grafschaft FeldkirchRankwcil, Alt- und Neu - Montsort, Fußach, Pnrgstall (wahrscheinlich der Bnrgstal! beiFußach), Blasenberg, die Brcgcuzcr Waldtheile, Staufcn und Stiglingen.
-) S. Anhang Nr. 3^1.