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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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Die Gemahlin des ältern Gr. Hugo von Montfort - Rothenfels, die obge-riannte Elisabeth, war eine Tochter des Gr. Hans von Werdenberg zu Heiligen-berg rc. und der Elisabeth, einer geb. Gr. von Würtemberg. Sie erhielt zur Aus-steuer, laut Urk. vom Freitag ngch Epiph. 1435, 2000 Fl. auf die Reichspfand-schaften Scheitegg und Wiler versichert, welche Graf Hugo mit 2000 Fl. und1000 Fl. Morgengabe auf die Herrschaft Staufen niederlegte^). Außer RothenfelSbesaß Gr. Hugo von Montfort auch noch Güter in Graubündtcn, wie er sich ineiner Urkunde, gegeben am Mittwoch vor Lichtmeß 1463 , nach welcher er seinemSchwiegervater, Grafen Johann von Werdenberg, wegen der von letzterem über3000 Fl. geleistete Bürgschaft schadlos zu halten versprach, Herrn zu Bretengö undTafos rc. nannte. Nack Wilhelm Wernhers, Gr. von Zimmern genealogischen Nach-richten, vermahlte sich Gr. Hugo von Montfort nach dem Tode seiner ersten Gattinzum zweitenmale mit Agnes, Gr. von Hohenlohe.

Auch Töchter hatte Gr. Hugo. Eine derselben, Kunegunde, war, »ach Ur-kunde vom 20. Juni 1481 (K. W. St.-Arch.), an Gangolf von Hohengeroldseckund Schenkenzell vermählt, der ihre Morgengabe auf Rißhvfen und die HerrschaftLoßburg versichert war, dieselbe aber später (7. Nov. 1492) mit Bewilligung seinerSchwager Hugo und Johann, Gr. zu Montfort, an den Gr. Wolfgang von Für-stenberg verkaufte. Eine zweite, Gräfin Elisabeth, war mit dem SchweickardschenFreiherrn zu Gundelfingen und eine dritte mit dem Grafen Ludwig von Löwensteinvermählt.

§. 11 -

Fortsetzung.

Die Nachkommen Gr. Hugos von Montfort ;u Nothenfels und Tettnangbis zum Erlöschen dieser Linie.

(14911574.)

Nach dem Tode ihres Vaters, des Grafen Hugo (1491), traten die beidenSöhne Johann und Hugo die Herrschaften desselben an und regierten gemeinschaftlich,wie sie denn auch vom Kaiser Friedrich gemeinschaftlich belehnt wurden, wobei deutOrte Jmmenstadt die Stadtrechte der Stadt Lindau ertheilt wurden. Johatin wohntezu Argen, Hugo in Wasserburg und Staufen. Beide verglichen sich über einigeRechte mit ihrem Vetter Gr. Ulrich im I. 1497, beide dehnten die von ihrem Vater

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') S. Aich. Nr. 2S7.