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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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zur Herrschaft Bregenz gehörte, für sich, Hugo dagegen Schomburg, Hvheneggund die Güter in Schwaben erhalten sollten. Die Anstünde wegen den Kellnhöfenzu Wiler und Schaitegg und der Vogtei über St. Gallen zwischen dem Gr. Hugovon Montfort-Bregmz und den Gr. Hugo und Heinrich v. Werdenberg-Heiligenbergwurden gleichfalls den 22. Nov. 1379 vertragen^). Beide Bruder waren verehelichtund stifteten zwei Linien der Gr. von Montfort-Bregenz. Hugo hatte drei Frauen,die erste war Margaretha von Pfanncnberg, die zweite Clemenzia von Toggenburgund die dritte Anna von Neuhaus. Die ökonomischen Verhältnisse des Gr. Kvnradwarm geordnet, wie er dann den Städten Konstanz und Ravensburg als ein verzins-liches Anlehen 6000 Fl. vorschoß. Die hierüber von obigen beiden Städten aus-gestellte Urkunde ist gegeben am Fronleichnamstage des Jahres 1384. Nach der-selben bekennen die Städte, von dem Gr. Konrad von Montfort zu Bregenz und sei-ner Hausfrau Agnes, des Gr. Hugo von Montfort sel. Tochter, 6000 Fl.alle;guter ungerscher und Behmscher Guldin und Tuggaten, der dreierlei) Münz, em-pfangen zu haben, und versprechen dabey, auf Weihnachten jährlich zu geben600 ^ guter und gnämer Heller." Als Mitschuldner (rechten, gelten und Angül-ten") setzen die Städte den Gr. Albrecht von Werdenberg den ältern, die Hrn. Ul-rich von Konigsegg, Ritter, Ulrich den Pcigern, Ritter, und Hrn. Heinrich vonHelmstorf, Ritterz zu weitern Bürgen: Hrn. Rudolf von Roscnberg, Ritter, Hrn.Hans von Rischach, Ritter, Chunrat von Meckingen, Walther von Hohenfels,Chunrat von Schinen, Cutin, den Schenken vvu Landegg, Chunrat von Wiler,Heinrich von Schönstein, Lutzen den Sürigen (Sirgen), Hans den Sürigen, denman nennt Unruw, dann noch mehrere Patrizier und Bürger von Konstanz, Ra-vensburg, Ueberlingen und Lindau'^).

Gr. Konrad hinterließ von seiner Gemahlin Agnes von Montfort zwei Söhne,Wilhelm IV. und Hugo IX. Beide verzichteten zu Winterthur den 5. Dez. 1393zu Gunsten der Herzoge von Oestreich auf ihre Ansprüche und Forderungen an denBregenzer Wald und Staufen, so Oestreich von dem Gr. Rudolf von Montfort-Feldkirch erhalten hatte ^).

Letzterer, Hugo ix., wurde Johanniter. Nach Felir Ulrich Lindiner Ge-schichte des Johanniterordens im Kanton Zürich, Mspt., war Gr. Hugo vonMontfort Comthur zu Bubikon im I. 1400, indem den 17. Februar d. I. BruderHeßo Schlegenhvlz, St. Johannesordens Meister in Deutschland und Comthur zuLangers mir dem Bruder Hugo von Montfort, Comthur zu Bubikon, einen Ver-

') S. Anhang Nr. 103.

2) Or.-Nrkunde im Kvnstanzcr Stadtarchiv.') Dir. v. Kaisers Wappen u. S. 30.