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gesetzten Weisen von Vurkard Mangold aus Konstanz sich vorfinden ^). So wieGr. Hugo ein ausgezeichneter Dichter (Minnesänger) und nach obigem auch ein Ge-schäftsmann war, so bewies er sich in den vielen Kriegen und Fehden, welche dievstreich. Herzoge damals theils mit ihren Vasallen, theils mit den benachbarten Für-sten hatten, als ein wackerer Kriegsmann, welcher, wo es galt, seinen Lehensher-ren Leistand. Als Herzog Albrecht im Geiste der damaligen Zeit einen Kreuzzugzu Gunsten des Deutschordens gegen die heidnischen Preußen unternahm, zog imZ. 1377 Gr. Hugo mit seinem Enkel Herrmann mit und wird mit den beiden Gr.von Cillh namentlich aufgeführt. Die Stadt Tre.viso hatte sich unter den Schutzund die Herrschaft des Herzogs Leopold von Oestreich begeben und wurde deßhalbvon Franz von Caräca, Hrn. zu Padua, befehdet und hart bedrängt. Auf denHülferuf der Stadt schickte Herz. Leopold den Gr. Hugo von Montsort, den Nascovon Reischach und seinen Kammermeister, Heinrich den Geßler, ihnen mit einerHeeresabrheilung zu Hülfe, bis er selbst nachfolgen könnte. (Schreiben von Gräzden 22. Seht. 1382.) Als diese Fehde sich einige Jahre später erneuerte, ging Gr.Hugo von Montfort wieder im Herbste 1387 über die Alpen und kam mit mehrerenEdlen der belagerten Stadt zu Hülfe. Im Frühjahre des folgenden Jahres ging ererst wieder nach Hauses. ,
Gr. Hugos dritte Gemahlin, Anna von Neuhaus, überlebte ihn, indem siezu Gräz den 14. Juli 1426 eine Urkunde ausstellte, in welcher sie sich verschreibt,mit ihrer Feste Pfannenberg dem Herzog Friedrich von Oestreich und seinen Vetterngewärtig zu fein und daß diese von ihrem Sohne und ihrem Enkel Niemandem ohnedes Herzogs Vorwissen übergeben werden solle. Dieselbe verschreibt sich auch, daß,wenn ihr Sohn Stephan H. und ihr Enkel vor ihr ohne LeibeSerbcn sterben würden,alle ihre Güter an die Herzoge von Oestreich fallen sollten b).
Gr. Hugo hatte zwei erwachsene Söhne, den Gr. Ulrich IV., welcher schon inder Urkunde von 1408 vorkommt, aus erster, und den Gr. Stephan II. aus dritterEhe. Ersterer war vermählt mit Guta von Stadek, Tochter des Hans von Sta-dek, welche ihm zwei Söhne gebar, den Herrmann und Stephan den jungem.Gr. Ulrich selbst starb schon vor seinem Vater Hugo im I. 1419.
Ulrichs Bruder, Stephan der ältere, überlebte nicht nur seinen Vater undBruder, sondern auch des letztem beide Söhne, den Stephan m. den jünger», der
>) G. Schwabs Bodensee. l. Th. S. 145. Vcrgl. Merkles Vorarlberg rc. II. Thl.S. 45.
2) S. Lichnowsky, Geschichte des Hauses Habsburg. 4 Bde. S. 172, 225.
2) S. Anhang Nr. 197, 198: dcsgl. Lichnowsky, v. Bd. Reg. Nr. 2457 u. 2458.