n. Abtheilung.
Geschichte der Grafen von Werdenberg.
§. i.
Graf Hugo II. und besten Söhne, Hugo III. und Sartmann l.
(1230—1259).
Wie wir oben (Abth. 1, §. 1) gesehen, hinterließ Gr. Hugo I. von Mont-fort, der gemeinschaftliche Stammvater der Gr. von Montfort und Werdenberg,drei Söhne, von welchen Heinrich, früher Dominikaner, dann von 1251—1272Bischof in Chur war. Die beiden andern waren Rudolf, der Stifter der verschie-denen Zweige der Gr. von Montfort und Hugo II-, von welchen die Grafen vonWerdenberg abstammten. Der Beweis dieser gemeinschaftlichen Abstammung findetsich in einer Urkunde von 1264, in welcher Gr. Hartmann, obigen Hugos Sohn,dem Kloster Schönis Schutz und sicheres Geleit für ihre Dienstleute und Heerdenbei ihrem Zuge auf die Alpen zusichert. Diese Urkunde fängt mit den Worten an:Wir Graf Hartmann von Werdenberg, — das angehängte Sigill hingegen hat dieUmschrift: SiAilluni Uartmsni, Oorn. cto Nontstorti etc. Demnach nannte sichdieser Gr. Hartmann: von Werdenberg und von Montfort. Eben so nennt GrafHugo m. in einer Urkunde von 1271 die Gr. Rudolf und Ulrich von Montfortzu Feldkirch und Bregenz: kstruoles suos, und selbst noch im Uten Jahrhundertnennen sich die Werdenberger und Montforter gegenseitig Vettern, sowie KaiserWenzeslaus in einem Lehenbriese von 1399 die Sohne des Gr. Hans von Werden-berg Grafen von Montfort nennt. Daher auch Jld. von Arr in seiner Geschichtedes Kantons St. Gallen, sich auf die St. Galler Urkunde» berufend, die beiden