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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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Familien als aus einem Stamme entsprossen angibt und die Trennung derselben indie erste Hälfte des 13ten Jahrhunderts verlegt. Derselbe Hugo m. von Werden-berg hatte auch noch mit den Montfvrtern Lehen, welche von beiden Familien ge-meinschaftlich besessen und verliehen wurden, welches gleichfalls für eine gemeinschaft-liche Abstammung spricht.

Nach dem Tode des Stifters dieser beiden Familien der Montforte und Wer-denberger, des Gr. Hugo, welchen ich zur Vermeidung von Verwechslungen denersten nenne, erbten dessen beide weltlichen Söhne, Rudolf und Hugo, seine nichtunbedeutenden Besitzungen, welche sich von Graubünden an den beiden Ufern deSRheins bis an den Bodensee erstreckten und wahrscheinlich auch noch Tettnang undSigmaringen in sich begriffen. Beide scheinen diese Besitzungen anfangs inne gehabtzu haben. Als sich aber beide vermählten, und zwar Hugo niit einer Prinzessinvon Homburg, so scheint eine Theilung der Güter vor sich gegangen zu sein. Ginförmlicher Theilungsbrief, wenn je einer errichtet wurde, fand sich bisher nicht vor.Dagegen lehren uns die Ereignisse der folgenden Jahre, daß der Rhein die Haupt-gränze zwischen den Besitzungen dieser beiden Brüder bildete, indem Gr. Rudolfwas auf dem rechte», Gr. Hugo aber was auf dem linken Rheinufer lag erhielt.Hr. Hugo H. erhielt demnach die Grafschaften Werdenberg und Sargans, die Herr-schaften Bludenz, Vaduz, Montafun, Rheineck mit dem dazu gehörigen Rheinthaleund einzelne Güter in Graubündten, die zum Theil Lehen des Bisthums Churwaren. Die ansehnlichste dieser Besitzungen war die Grafschaft Werdenberg, inwelcher auch daS Stammschloß der ganzen Familie, Starkenburg (rortttsls), beiGrabs lag, daher nannten sich auch die Nachkommen des Gr. Hugo !I. die Gr. vonWerdenberg, zum Unterschiede von ihren Vettern, welche den alten Namen der Gr.von Montfort um so mehr fortführten- als sie im Besitze der Burgen Alt- undNeumontfort verblieben.

Die Lage dieser Altwerdenbergischen Besitzungen hatte aus den Verlauf der Ge-schichte dieser Familie zu großen Einfluß, um hier nicht kurz aufgeführt zu werden.

Die südlichste dieser Besitzungen war die Grafschaft Sargans, welche, durch denhohen Berg Calanda und den Strilselberg von den Besitzungen der alten Frcih. vonVatz und Rätzuns und dem Bisrhum Chur geschieden- sich längs dem linken Rhein-ufer und der Herrschaft Haldenstein hinzieht und westlich sich bis an den Wallenseeund das Land Glarus erstreckt. Gegen Norden bildete der Rholberg, Balfries unddie Churfürsten die Gränzen zwischen Sargans und der Landschaft Alttoggenburg, dieStammbefitzung der spätern mächtigen Gr. von Toggenburg, sowie theilweife Eigen-thum des Klosterd St. Johann im Thurthale und Werdenbergs. Das Land wirddurch mehrere Thäler durchschnitten, welche die Rinnsale der wilden WaldströmeTamiua, Sara und Sotz bilden und theils in das Rheinthal, theils gegen den Wal-