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Rechte deS BisthumS. In so weit das wenigstens faktische Eigenthum einesMächtigeren an einen minder Mächtigen verschenkt wurde, erscheint es zwar lächer-lich, allein Hartmann wußte wohl, was ein solcher papierner Rechtsanspruch untergünstigen Umständen, die ja immer die ferne, dunkle Zukunft herbeiführen konnte,sein könne, wie dann auch nach 100 Jahren die Graubündtner, als sie die Mächti-gern waren, diese Urkunde geltend machten, um sich den Besitz des Veltlins rc. zusichern.
Im August 1413 kam Kaiser Sigismund, wie wir oben gehört, nach Chur.Zur Erreichung seiner Absicht, Bewaffnung der Schweizer gegen Venedig, warihm der Beistand des immer noch einflußreichen Bischofs Hartmann gewiß erwünscht.Der Bischof wußte dieses und benutzte diese günstige Gelegenheit, um vom Kaiserunterm 26. Aug. d. I. vier Urkunden zu erhalten, nach welchen:
1) alle alten, mitunter veralteten Hoheitsrechte (kegslis) mit allen Gewohn-heiten, Leistungen rc. dem Bisthume bestätigt wurden, sowie
2) alle Privilegien, Freiheiten rc., welche dem Bischof, dem Bisthume unddem Domkapitel zu Chur waren verliehen worden.
3) Nahm der Kaiser den Bischof rc. in seinen und des Reichs besondern Schutzund befahl den Reichsstädten am See und in dem obern Schwaben, so oft es vonihnen gefordert wurde, zum Schutze derselben auszuziehen.
4) Endlich empfahl er den Glarnern, die noch obschwebenden Streitigkeitenmit RHLzuns rc. beizulegen.
So war Bischof Hartmann immer thätig auf alle Weise, mit geistlichen undweltlichen Waffen sowie mittelst Unterhandlungen sein und seines Bisthums Ansehenund Macht zu erhöhen, um wo möglich demselben seinen alten Umfang und Glanzwieder zu verschaffen. Allein es erging ihm, wie es dem Ehrgeize nur zu oft ergeht,welcher, seine Kräfte überschätzend, nur aus die Stimme seiner Leidenschaft hörtund mit Gewalt erzwingen will, was die Ungunst der Zeiten, äußere Verhältnissezu erreichen verbieten. Hartmann machte sich, seine Verwandten und Freunde,sein Land und seine Leute unglücklich und führte das Verderben derselben herbei, so-wie unter ihm und durch ihn die Werdenberger fast alle ihre Stammlanve in diesenGegenden verloren. Bischof Hartmann erschöpfte durch seine steten Kriege undFehden bald die Mittel, welche er besaß. Die Einkünfte seines Bisthums reichtennicht hin, um seine gesteigerten Ausgaben zu bestreiten und er gerieth in große Geld-verlegenheit, welchen er nur durch Schuldenmachen begegnen konnte. Er suchte
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