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ben wirklich übertrage» umr, beweisen nachstellende Urkunde», weiche auch aus dessenFehde mit den lllmern hindmiten »). Am Vrchtag nach Lichtmeß (1328) zu Lauiugeu(Lougingen) verspricht Kaiser Ludwig dem Gr, Heinrich von Werdenberg, seinemLangvogt in Oberschwaben, alles zu ersetzen, was letzterer an seine Diener odersonst in seinem Dienste auslegen werde,
— 4, Juni 1328 2) stellt Heinrich von Hall, Altammann zu Ulm, und seineFrau Anna eine Urfehde aus, daß sie den ihnen von dem Gr, Heinrich und seinenDienern zugefügten Schaden nicht rächen wollten,
— 16, Oktober 1328 reversirt sich Gr, Heinrich von Werdenberg als kaiserl,Landvogt in Schwaben, daß er auf alle Feindseligkeit gegen die Stadt Ulm verzichteund derselben ein. treuer Schirmvogt sein wolle, dergleichen versichert er den 15, Mai1331 als kaiserl, Landvogt die „äußern" und „innern" Bürger von Ulm, dar wederer noch seine Diener den ihm von ihnen zugefügten Schaden in der nun beigeleg-ten Fehde wegen dem Kaiser Ludwig rächen oder deßhalb an sie Ansprüche machenwolle 6),
Nach einer weiter» Urkunde von Faßnachtmontag, äst. Ueberlingcn 1332,nehmen Gr, Heinrich von Werdenberg, Landvogt i» Oberschwaben, und Bcrchtholo,Gr. zu Graispach und Marstetten, genannt von Nyssen, Hauptmann in Oberbaiern,die Barfüßermönche zu Ueberlingen in ihren, des Kaisers und des Reichs besondernSchutz»),
Dieses ist die letzte Urkunde, die sich von diesem Gr, Heinrich vorfand, ZmI, 1345 stellt sein ältester Sohn, Eberhard I,, für sich eine Langenan berührendeUrkunde aus. Am Othmarstag, 16, Nov, 1347, erkaufen beide Bruder, Eber-hard und Heinrich III, von Werdeuberg um 400 As Hl, von Burk. Schenk vonErpfingen die Burg zu Erpfingen mit Zugehörig (im würtemb, Oberamte Reutlingen
') Aus dem Kon, Wärt. Staatsarchive,
2) Diese und die beiden nachfolgenden Urkunden befinden sich in dem Stadtarchive :n
U!m.
In dieser Urkunde wird Gr. Heinrich von Sargans genannt und das angehängteSigill hat als Wappen die Montfort-Werdenbergische Kirchenfahne mit der Umschrift:8. (loines <te rVereleuberA-SsiAuus.
») Diese Urkunde, s, Anhang Nr. 49, findet sich in Abschrift in dem fürst!, Archivezu Sigmaringen vor. Bekanntlich hatten die Minoriten und Barfüßermonchc in den gro-ßen Zerwürfnissen zwischen dem Kaiser Ludwig und den Päpsten die Partei des erstemergriffen und vertheidigten ihn mit Schrift und Worten, daher rie Anhänger der Päpsteihnen feind und gram waren und jeden Anlaß benutzten, fie, wo sich immer eine Gelegen-heit darbot, auch persönlich zu beschädigen. Daher auch dieser Schutzbrief, der sie beson-ders der Stadt Ueberlingen und den übrigen Seestädten empfahl.