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gruz und alles gut. Wir bitten uwer Beschaidenhait, dar ir die zwaintzig markesilbers so ir uns noch schuldig flut, von der Königinne wegen, an unserer stat,lobent und gebent Maister Bilgerin, unserm Arzat, uf den tag, al; ir si uns gelobthant, und swa !r den vorgenanten Maister Bilgerin gewerent, da sient och wir ge-wert, und sagen uch der zwantzig Marke ledig an disem Briefe, und zu ainem Ur-kunde der warhait, so geben wir, die vorgenannte Grävinne unser Jnflgel an VisenBrief, der war geben zu Buchaw in dem Zare, do man zaltt von Gotz geburte,druzehent hundert Jare, und inn dem sibenden Jare darnach, an dem heiligen Abentzu Ostertag.
Nr. 9.
(6oM coplse. Aus dem Buche: Allerlei Schriften rc. S. 217.)
Gr. Hugo von Montfort zu Tettnang überläßt seinem Sohne Wilhelmund seinem Neffen, Gr. Hugo von Bregen;, seine Herrschaften
im I. L20S.
Ich Grass Haug von Montfort, genannt von Tettnang, Thuen khund allenden die disen gegenwärtigen Briefs ansehendt, lesend, oder hörendt lesen, und ver-gih daß öffentlich an disem selben Brieff, daß ich mit guetem Willen und Betrach-tunge, und mit guetem Rath meiner Freunde, da ich eS mit allem Recht getuenmöcht, aussen des Reichsstrasse gegeben hau, und gäbe meinem Sohn Grass Wil-helmen und meinem Vetteren Grass Haugen von Bregentz, meines Brueders sel.Sohn Graffen Ulrichs von Bregentz, mein recht freyes Aigen zue den stunden, unszue den tagen, als ich: von Recht thuenss'olt, und auch wol gethuen möcht. Undist dieß die Aigen und die Güetter, die ich Ihnen aigentlichen gegeben han, dieBurkh zu Tettnang, und die Statt mit Leuch, und mit Guett, und mit dem waßdarzue hört, Liebnaw die Burgh mit Leuth und mit Gueth, und mit allem darzuehörendt, Sumeraw die Burg mit Leuth und mit Gueth, und waß darzue hert.Argen daß Dorfs mit Leuth und mit Gueth, und waß darzue hert, zu Betznaw dieGuetter und waß enent der Argen, ald disent ist, mit Leuth und mit Guet. Unddarnach waß ich hette, es wer Leuth alder Gueth, an Holtz alder Veldt, an Wysen,akder Ackher, an Waide, alder an Wasser, an gerechtem alder an ungesuechtemAn fundenem, alder an ungefundnem, an Zwinngen, alder an Bannen, es seygenandt, alder ungenandt, alder wie es gehaißen sey, und han mich desselben vor-genannten Aigens und Guettes verzigen, und üussgeben, Als ein freyer man, lein