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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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alle» Rechten und Gewonheiten. Jhme ist auch zue Theil worden Schawenburg,die Burg, und was darzue gehört, und auch bisher darzue gedient hat, mit allenRechten und Gewonheiten, Jhme ist auch zue Theil worden daß Mayerampt zueWangen, und waß darzue hört, mit allen seinen Rechten und Gewonheiten. Jhmeist auch zue Theil worden die drey Hueba, Scheffau, Jnfigunt, und die Schwein-haw, und die Leuth, die da heissen Walthueber zu den Knechten Hosen herendt, undgehörendt zue dem Gericht zuem Schonenbühel, und was darzue gehört, und auchbißher darzue gedient hat, mit Recht ald mit Gewonheit. Wier versehen auch son-derlich an disem Brieve, an allen den Leuthen und Guettern die Jhme zuetheil wor-den sein sondt, ohne alle Geverd. Und verzeihen unß auch, und für alle unsere-Erben und Nachkhommen an disen obgenannten Leuthen und Guettern, die Ihnzuetheil worden und gefallen seind, aller Vorderung und Ansprach, und alles unn.sers Rechtens. Und geben Jhme und allen seinen Erben für uns, und allen unsereErben, zue Wahrem und offenen Urkhundt und stehter ewiger sicherheit aller dervorgeschribenen Dingen, darüber disen Briefs mit unseren aigenen Jnsigeln besigelt,der geben ist zu Lindaw, da man zalt von Gottes geburt thausendt Jar, dreyhun-dert Jar, und dreyßig Jar, und darnach in dem achtenden Jar, deß nehsteu Do-nerstag vor Sant Martinstag (8. Nov. 1338).

Nr. 18.

(eopla Loxiae aus dem Buche: Allerlei Schriften rc. S. 54. 1344.)

Graf Ulrich vo« Montfort zu Feldkirch trägt seine Herrschaften demKaiser Ludwig und dem Reiche aus im I. LSLL.

Ich Grafs Ulrich von Montfort thuen khundt und verzih öffentlich an disemgegenwärtigen Briefs allen den die ihn sehendt, lesendt oder hören lesen, daß ich mitguter williger vorbetrachtung mit Gesundtheit Leibs und sinnen fräwlich und unge-zwungenlich uffgeben hab, dem durchleuchtigisten Hochgebornen Fürsten Kaiser Lud-wig von Rome, meinem gnädigsten Herren und dem Römischen Reich mein Graff-schafft von Montfort, und waß ich an der Graffschafft theil und gemein het, mitNamen mein Burg und Statt zu Veldtkürch mit Leuthen, mit Güetter, mit Rech-ten und mit Gewonheiten, die darzue gehörendt. Die Beste zue Altstetten, undwaß ich in dem Rintal Pfandt hab, mein Beste zu Fussach mit Leuthen und Guet-tern, die darzue gehörendt. Meine Beste zu Stoffen mit allen Zugehörde, allemeine Rechte die ich habe und haben soll an der Beste zue Lutrach und an der Beste