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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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zue Senfftiiaw, und zue allem dem, daß darzue gehört, alle die Pfandt die ich habvon dem Reiches, sig ver Bregentzerwaldt, oder ander Pfandt, alle Crafft, alleGericht, alle Gewonheiten und Gewaltsam, alle Recht, alle Aigenschafft, alle Le-henschafft, alle Vogtey, alle Zölle, alle Fischentze, und mit Namen was ich mit,over von Recht und Gewonheit, über Landt, über Leuth, über Weltlich und übergeystlich Leuth und Guett hab, wie es benant ist, gesucht und ungesucht, daß nutzund Ehren bringen mag, ob Erd, oder under Erd, daß hab ich mich Jmmermehrgen dem Kayser und gen dem Rhömischen Reiche verzige, und an ihr Handt uffgebenlauterlich und gentzlich ohne alle geverd. Und ist daß alles geschehen an den Stät-ten, dan ich es billich, und von Recht thuen solt, darzue mit Worten, und mitWerthen die darzue Montfort waren, dan diß Gedechtung und Gebnuße, CraffrMacht hat, und haben mag diser vorgeschrittener Ding, zue ainem offnem Urkhundtund zue ainer warhaffter Verzicht hab ich vorbenannter Graff Ulrich von Monifortdem obgenanten Fürsten Kayser Ludwig von Rohm, und dem Römischen Reichdisen Briff geben, bestgelt mit meinem aigen Jnsigel. Diß geschah zu Lindaw, undward diser Briefs geben zue Mittfasten an dem Sambstag in dem Monat deß Mertzen,deß Jars, da man zalt von Christi Geburt, dreyzchenhundert Jar, darnach in demvierdten und vierzigsten Jare.

Nr. 19.

(Lopia eoplss aus dem Buche: Allerlei Schriften. S. 226 d.)

Kaiser Karl lV. verspricht dem Grafen Wilhelm von Montfort zuLettnang 400 M. S. zu bezahlen (LS48).

Wir Carol von Gottes Gnaden Rhömischen Künig zue allen Zeiten mehrerdeß Reichs und Künig zue Bahaim verichen öffentlich mit disem Brieff Wan dieEdlen Grasten Wilhelm von Montfort und seine Söhn unsere liebe Getrewen UnSgehuldet, gelobt und geschworen habendt, gehorsam und underthenig zuesein alseinem Rhömischen Künig, und Ihrem rechten Herrn, dieweil wier leben, und Unsbenamen gelobt habendt, daß uns und den Unseren Ihr vesten Heuser underthenig-keit, darzue den Diensten, den Sye uns und dem Reiche offt unverdrossenlich gethonhabendt, und noch thuen sollen und mögendt in künfftigen Zeiten, Und gelobenIhnen zu geben vierhundert Markh Silbers, die Wier Ihn halb geben sollen aufsSanct Martinstag, der schier ist khommendt, und den andern halben thail aber aufsSamt Martinstag, der darnach schier ist, ohne allen Verzug und einfall: Mit