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Paris im Jahre 1836 / [von Friedrich von Kölle]
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Köpft. Schnelle 'Antworten, kräftige Wihworte hört manweit seltener alö im südlichen Frankreich, wo das romani-sche Blut schon mehr vorherrscht. Am ehesten kann manderlei noch bei Fischweibcrn, Gcmüsehändlerinnen nnd sonstbei der vorletzten Abtheilung des Volkes finden.

Die Kunst, im Kothe zu gehen, ohne sich zu beschmu-tzen, ist von den Parisern, und mehr noch von den Pari-serinnen, aufs Höchste getrieben worden, und eine wahreVirtuosität, welche man besonders bemerken kann, wennein Omnibus bestiegen oder verlassen wird.

Unter die unerfreulichen Begegnungen gehört auch einebedeutende Anzahl eingesunkener Nasen. Da mau ohnehinhier der Stülpnasen und breiten, tief eingeschlihten Nasen-nüster so viele sieht, so ist diese Zugabe doppelt schmerz-haft, obgleich leider nicht überraschend.

6 .

Handel.

Jeder Tag beinahe sieht neue Buden entstehen, wäh-rend die Zahl der Abnehmer keineswegs in gleichem Maßezunimmt. Es gränzt aus Unglaubliche, welche Summenfür ein, nichts weniger als geräumiges, aber wohlgelegencSLocal mit einer winzigen Wohnung darüber im Zwischen-geschoß als Miethe bezahlt werden. Die Hauptmassen desHandels theilen sich in verschiedene Quartiere der Stadt.Zunächst den Barrieren find die Niederlagen von Bau-und Brennholz, die Heu-, Stein-, Marmor-, Eisen-Ma-gazine, überhaupt alles, was einen verhältnißmäßig große