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ren Raum erfordert. Die Bankiers haben sich in dieverlassenen Paläste nördlich vom Boulevard, die Cvmmis-sionshandlungen der Mühlhäuser in der Nähe der StraßeClery cinquartirt. bwiscken den Hallen und der Seineund bis gegen das Judenquartier trifft man den solidenWaarenhandel; im Bereich der Börse und des Palais royaldie glänzendsten, in dem Fremdenquarticre um die PlaceVendome die für die Reisenden berechneten Buden vor-zugsweise. In der Vorstadt St. Germain hält die Oeko-nomie der Verkäufer mit der der Käufer gleichen Schritt,und die Auswahl ist, den Buchhandel ausgenommen, be-deutend geringer als auf dem andern Ufer der Seine.
Unter den Bankiers sind auffallend viele Ausländer,Genfer, Schweizer, Engländer, Italiener; auch ein Polehatte sich zu ihnen gesellt, aber vor kurzem nahm er einEnde mit Schrecken, was übrigens hier keine große Sel-tenheit ist. Wenige Häuser sind alt, höchstens aus derersten Zeit nach dem Assignatensturme. Durch die allge-meine Verbreitung der Kenntnisse in Geld- und Wechsel-geschäften, durch die Leichtigkeit, Staatsxapicre statt Wech-sel zu kaufen und zu verkaufen, und durch die großeVorsicht, welche die Sittlichkeit des jetzigen Handelsstandesgebietet, sind die Geschäfte der Bankiers sehr eingeschränktworden. Wer nicht dem Effcctenhandel sich hingeben will,gewinnt nicht so viel, daß er ein großes Haus machenkann.
Die Eassiere der hiesigen Bankiers hat Balzac someisterhaft in seinem Meluvt geschildert, daß ich nichtshinzuzusetzen wage, es sey denn, daß der, welcher mirmeine bescheidenen Wechsel auszuzahlen hatte, noch über-djeß -is zur Uuverstgndlichkeit stotterte, Wd zuweilen