Buch 
Paris im Jahre 1836 / [von Friedrich von Kölle]
Seite
29
JPEG-Download
 

29

Kreise eben so behend, als es ihnen schwer wird, außerdiesem Fuß zu fassen.

So möchte vielleicht die leidige Eroberungssucht derFranzosen gegen Osten dadurch zu erklären seyn, daß sieüberall von besser bebauten und zum Theil von Naturfruchtbareren Ländern umgeben sind. Auch sind die erober-ten Länder, Flandern, Lothringen, die Bisthümer, Elsaßbei weitem die am besten angebauten, wenn man die Nor-mandie ausnimmt, bei welcher freilich so günstige Um-stände zusammentreffen, wie man sie selten vereinigt findet.

Die Loire wacht auch in Hinsicht der Landwirthschaftdie Gränze zwischen dem progressiven und stationärenFrankreich. Der Einfluß Englands, Belgiens und Deutsch-lands ist vorzüglich nur nördlich von diesem Strome be-merkbar. Südlich ist das romanische, westlich das gallische,im südwestlichen Frankreich das baskische Princip vorherr-schend.

8 .

Gewerbe.

Die Gewerbe in Paris haben einen ganz eigenthüm-lichen Charakter. Was nicht auf tägliches Bedürfniß undVerzehren berechnet ist, bat den Lurus und die Launender Reichsten der ganzen Welt zur Basis, und zum Grund-princip ewige Aenderung. Daher ist ihm vorzüglich langer,allgemeiner Friede, wie der nach dem siebenjährigen Kriegewar, und der jetzige gottlob es ist, sein erstes Bedürfniß.Es ist ganz unglaublich, welche Summen auch jetzt noch