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Paris im Jahre 1836 / [von Friedrich von Kölle]
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Jahren an allen Ecken der Stadt zu lesen waren und wel-chem sein kok sntisixlliliticiue gewi eine ganz angenehmeEristenz verschafft haben mag, liesst man nun die Anzeigenvon unzähligen. Bis auf s Franken, nach der Heilunggeheimer Krankheiten zu zahlen, ist man nach den Ankün-digungen herabgegangen. Ein anderer, Passage Colbert,behandelt ganz unentgeltlich, läßt sich aber vom Apothekerentschädigen, bei welchem er Audienz gibt, und dessenWaare genommen werden muß.

Die Homöopathie hat auch hier unter den höherenStänden, besonders den Damen, ihre Anhänger, ist abersichtlich gesunken, seit Hahnemann selbst nach Paris kam.Die gescheidtesten der hiesigen Aerzte behandeln wohl aufVerlangen homöopathisch, weil siedadurch allein strengeHaltung der Diät und Entfernung anderer, oft aus Lange-weile angewendeter Arzneimittel erreichen können. Sieerkennen zugleich, daß man die Darstellung manches wirk-samen Arzneimittelscher Hahnemannschen Schule verdanke;aber wenn eine Krankheit ernstlich auftritt , so greifen siesogleich wieder zur alten, erprobten, allopathischen Methode.Auch Broussais macht in Paris nicht so viel Lärm,als man im Auslande wähnt. Die Engländer haben einebedeutende Anzahl englischer Aerzte mitgebracht; man hörtaber nicht, daß sich ihr Ruf jenseits ihrer Landsmann-schaft ausdehne, wie dieses bei dem deutschen, durch viel-seitige Verdienste bekannten Geheimenrath von Koreffaus Breslau, bei Professor Montalegri, einem politi-schen Flüchtlinge aus dem Kirchenstaate, u. a. in hohemGrade der Fall ist.

Die Wundarzneikunst hat seit Dupuptrens Tod zwarkeinen Stern erster Größe auszuweisen, aber der trefflichen