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schwerer zu erhalten, als auf den Märkten, des Octroiund Transports ungeachtet.
Man muß Napoleon die Gerechtigkeit widerfahrenlassen, daß er für die Bequemlichkeit des täglichen Ver-kehrs durch Erbauung zahlreicher Hallen und Märkte ge-sorgt hat. Die Reinlichkeit ist erträglich, aber noch nichtmusterhaft zu nennen, doch die Waaren ungleich gesicher-ter, als auf den offenen Märkten Deutschlands.
Die berühmteste Halle der Stadt ist die Kornhalle,ein massive Rotunde mit vielen Eingängen, in der Mitteeines runden Platzes, auf welchen sehr zweckmäßig vieleStraßen ausmünden. Nicht weit davon sind auf dem ehe-maligen Gottesacker ckes innoceno die Hallen für Gemüseund Fische. Das Fleisch wird in den Buden der Fleischer,das Geflügel zugleich im Großen und im Einzelnen ineiner Halle bei dem Pont neuf, der noch zu verzollendeWein in dem Freilager bei dem Jardin des Plantes ver-kauft.
An den Landungsplätzen bildet sich bei der Ankunftder mit Lebensmitteln beladenen Schiffe ebenfalls einMarkt. Besonders ist dieses der Fall, wenn die Korbemit Früchten oder Weintrauben in langen Reihen beimQuai de la Tomnelle auf Abnehmer warten. Sie kom-men die Seine herab und zum Theil sehr weit her.
Die Bevölkerung der Hallen bildete ehemals eine scharfgezeichnete Classe unter den Einwohnern. Der kort cle IsH->1Ie (der Sackträger des Kornhanses) mit seinem dickenZopfe, in welchen zwei Ohrenzöpfe einmünden, das Fisch-weib mit dem Blumensträuße für den König und demderbwihigen Schimpsworte für jeden, welcher in ihrer Nähe