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Paris im Jahre 1836 / [von Friedrich von Kölle]
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mehr so leicht, wie ehedem, ein schneller Reichthum durchdas Arzneibraucn erworben werden könne.

Ueber alles Verhältniß ist die Zahl der englischenApotheken zu der Starke der Colonie. Ob sich die Durch-reisenden vielleicht hier versehen, ehe sie in die Schweizgehen oder nach Italien?

Die Preise der Arzneien sind sehr hoch, und die Qua-lität soll sehr ungleich seyn.

13 .

Hallen nnd Märkte.

Unter Hallen versteht man in Paris die bedecktenOertlichkeiten, in welchen Lebensmittel abgeladen und imGroßen verkauft werden, unter Märkten (Nsrcdes) diedurch lange Gänge durchschnittenen Schuppen, in welchendas tägliche Bedürfniß von Speisewaaren aller Art befrie-digt werden kann. Die Zeit, in welcher in den HallenGeschäfte gemacht werden, ist der frühe Morgen. Dortversieht sich auch die sehr sparsame Hausfrau, der bedeu-tendere Speisewirth, aber vor allem der Detailverkäufer.

Jeder Vorübergehende wird die Kürze der Zeit bemer-ken, in welcher die Geschäfte abgethan werden. JederGroßhändler hat seine bestimmten Abnehmer, und pflegtnicht jedesmal abzurechnen. Einem Bewohner einer klei-nen Stadt scheint die Menge der täglich zu Markt gebrach-ten Waaren ganz fabelhaft. In der nächsten Umgebungversieht man sich aus der Stadt, und die meisten Artikelsind aus eine Tagrcise in der Runde nicht wohlfeiler und