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Mahlen dient. Die Einteilung ist sehr für die Bedürf-nisse berechnet, oft sehr geistvoll gedacht, besonders wo dieForm unregelmäßig ist; Wandschränke fehlen nie, aber dieSchlösser sind für die nöthige Vorsicht höchst unvollkom-men. Die Wände sind mit Papiertapeten geziert, Spiegeldürfen nicht fehlen, daher tlxpJi-temsur kl-gicliemont äe-core, orne c >6 glsces eine stehende Formel des Ausbie-tens ist.
Die Zeit Ludwigs XV und ' Ludwigs XVI bis zurRevolution hat sehr viel am jetzigen Paris gebaut; dieRevolution hat mehr zerstört, und ihr verdankt man denMangel an Gefühl fürs Charakteristische in der Baukunstbei den jetzigen Franzosen. Klöster wurden Cafernen,Paläste Gewehrfabriken und Kirchen Pulvermagazine. Vondieser Zeit schreibt sich auch die Allgemeinheit der Aufschrif-ten her, weil. niemand die Bestimmung eines Gebäüdeöan seinem Aeußern erkennen konnte. Uebrigens sah esschon zu Ludwigs XV Zeit nicht sehr fein mit der Cha-rakteristik aus, wie die Invaliden beweisen, und die Cul-minativn der Geschmacklosigkeit waren die Bauten le Ducs,besonders seine Barrierengebaude. Die Kaiserzeit that vielfür Enthäßlichung der Stadt durch Demolitioncn, Märkteund Schlachthäuser. Diese letzter» sind wohl die schönstenDenkmale des Bonapartischen Danstpls.
Die Restauration hat sich zuerst in unerfreulich dori-schen Kirchen geübt, aber die schönen neuen Quartiere, dieSühnungscapelle und die Galerie Orleans im Palais royalsind Beweise, daß mehrere Künstler wieder zum Einfachen,Wahren und zugleich Zierlichen zurückzukehren verstandenhaben-
Die Zeit seit Julius 18Z0 hat die Vollendung der