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Paris im Jahre 1836 / [von Friedrich von Kölle]
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vorausgesehen werden, daß die Stadt, welche unter bei-den die minder bevölkerte, minder reiche, minder ins Großehandelnde ist, daß die Stadt, welche sich minder selbst-ständig wegen des überwiegenden Einflusses ihres altenHofes ausbilden konnte, von der großem, reichern undgebietendcren Schwester mehr empfangen werde, als siegeben kann.

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Versteigerungen.

Der schnelle Glückswechsel in Paris, und auch dienatürliche Bewegung der Bevölkerung, veranlassen eine sehrgroße Anzahl von Versteigerungen, für welche die aus-gestellten Beamten ein eigenes Local bei der Börse erkauftund eröffnet haben, welches zweckmäßiger eingerichtet seynkönnte, aber dem von einem Andern begonnenen Bau, undder unregelmäßigen Grundfläche folgen mußte.

Hier sieht man nun eine ganz eigenthümliche Classevon Menschen, und zwar in jedem Saal eine andere. Untenwerden ganze, in Concurs gefallene Magazine, Hausgerä-the, im Hof oft Wagen und Pferde, oben Gemälde, kost-barere Möbeln, Marmorarbeiten, Bronzen, Kupferstiche,Bücher, Naturaliensammlungen, kurz der aristokratischeTheil des Ausgebotenen verkauft. Da drängen sich nununten Trödler, und solche, welche Aufträge von Privatenannehmen, Markthelfer und die besonders uniformirtenDiener des Hauses; an der langen Wand des Hofes sinddie Versteigerungen nach Wochentagen angeklebt, und inPari» Im Jahre rsss.

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