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Paris im Jahre 1836 / [von Friedrich von Kölle]
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sie für Zwecke zu gebrauchen und zu mißbrauchen, vonwelchen sie kaum eine Ahnung hatte. Das mögen dieSöhne derer bedenken, welche vom Anfange deriRevvlutionan eine politische Rolle in der Hauptstadt gespielt haben.

Bei den vielfältigen Beschäftigungen und Zerstreuun-gen, bei der örtlichen Entfernung , deren Größe überhauptdas ganze Pariser Leben so eigen gestaltet, ist es keinWunder, wenn die Zusammentritte für Zwecke der Wohl-thätigkeit nickt immer fleißig besucht werden, wenn neueAnstalten bald aus Mangel an Theilnahme und täglicherAufsicht kränkeln, wenn die gegründeten Erwartungen desthätigen Menschenfrenndes so oft getäuscht werden.

Die Aufopferung aller Lebensgenüsse, die täglich wie-derkehrende Beschäftigung mit Leidenden in dieser Stadt,wird jeden unbefangenen Beobachter mit Verehrung fürdie barmherzigen Schwestern erfüllen. Ihr Institut isteiner der schönsten Edelsteine in der Tiare. Sollte esnicht möglich seyn, eine ähnliche Anstalt in protestantischenHauptstädten ins Leben zu rufen und im Leben zu erhal-ten? Oder sind Licht und Wärme unverträglich im Ge-biete des Glaubens?

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Geistlichkeit.

Der Verfasser ist den obersten Grund-sätzen des evangelischen Lehrbegriffs ausUeberzeugung zugethan; wer ihn also deß-*halb der Parteilichkeit zeihen möchte, wollediesen Paragraphen «»gelesen lassen.

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