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Paris im Jahre 1836 / [von Friedrich von Kölle]
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Bekenntnisses begraben. Große Gruben mit ungelöschtemKalk beschleunigen die Verwesung, und die Gebeine werdenin den Katakomben untergebracht, wenn die Grabstättevon einem Ankömmlinge in Anspruch genommen wird.

Die Beerdigungen werden von eigenen Gesellschaftennach den Preisen besorgt, welche die Hinterbliebenen zahlenkönnen und wollen. Die HanSflur wird in kurzer Zeitschwarz auSgeschlagen', bei vornehmen Todten Namenszugund Wappen beigefügt, bei Leichen von Mädchen weißePferde, weißes Bahrtuch u. s. w. gebraucht. Auch siehtman zuweilen Gespielinnen dasselbe halten. Bei gewöhn-lichen Leichen folgen dem Trauerwagen einige Wagen undviele nicht in Trauer gekleidete Männer Paar und Paar.

Die Grabdenkmale, deren Fläche als Oonoe8slona perxetuite sehr große Summen kostet, ssnd, außer demhierher versetzten Grabe des Abälard und der Hclotse, alleaus den Zeiten nach der Revolution. Es sind viele denpvmpejanischen nachgebildet. Foy unter einer Art Bal-dachins von vier Säulen und einem Dache überragtalle, auch die Gattin des russischen Staatsraths Demidof,Le Brun, St. Eyr und einige andere Namen des Kaiser-reichs. Sehr sinnreiche Inschriften sind selten, die ZierereiAnderer thut hier in diesen großstyligen Umgebungen beson-ders webe. DaS Latein wurde in den Inschriften vomFranzösischen verdrängt, der Engländer will nur in seinerSprache gelobt seyn, der Deutsche selten in der seinigen.

Am Eingänge des BegräbnißplaheS von Montmartresteht der Grabstein eines preußischen Garde-Lieutenants,welcher den 30 März 181-1 hier blieb, und ein Bernerwar, mit französischer Inschrift.

Wenn man die Anhöhen nördlich von Paris nach und