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Paris im Jahre 1836 / [von Friedrich von Kölle]
Seite
113
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meine lieben Landsleute zuweilen thun, so kneipt er da-gegen weit ausführlicher, wenn er einmal vors Thorkömmt, und scheint sich vorgenommen zu haben, denFreudenbecher deS Sonntags bis auf den letzten Tropfenzu leeren, die Stadtluft so viel als möglich aus seinenLungenflügeln herauszubringen. Er hat auch Frau, Kin-der und Magd gewöhnlich bei sich, und bis das Mittag-essen berathen, bestellt, aufgetragen und verspeist ist, bisder Kaffee und das Gläschen Cognac getrunken sind, gehtallerdings schon ein guter Theil der Zeit vorüber, welcheeinige der obbelobten Spiele leicht vollends ausfüllen.

Ein sehr angenehmer und an Wochentagen besondersvon guter Gesellschaft besuchter Ort ist das Wirthshausau lusronnler zu Bercp, wo man unter einem riesigenNoßcastanienbaum eine vortreffliche Matelotte, reinenChablis und die Aussicht auf die Seine und den belebtenAusladungsplatz für die von Osten kommenden Weinefindet; nach einem im Jardin des Plantes vollbrachtenMorgen ein herrlicher Ruhepunkt, in dessen Nähe auchOmnibus halten, was der Heimkehrende zu schätzen wissenwird.

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Polizei.

Wer hat nicht gehört von den Wundern der altenPariser Polizei, von ihren weitverbreiteten Verbindungen,der Pfiffigkeit ihrer Angestellten und ihren kaum glaub-lichen Erfolgen? Die Zeiten ihrer großartigen Thätigkeitsind freilich vorüber, und während noch unter Ludwig XVParis im Jahr« 1S58. 8