sss
97 .
Wettrennen.
Nächst den Jokep-Clubs, den Hahnenkämpfen, 8teexlvckiasos und so vielem andern sind auch die Wettrennenaus England in Paris eingeführt worden, und zwar schonvor der Revolution. Damals war besonders die unglück-liche Königin Marie Antvnie für Wettrennen und Renn-wetten leidenschaftlich eingenommen.
Seit mehrern Jahren werden diese Rennen ganz ausenglische Weise auf dem Maröfeld an schönen Herbsttagengehalten. Eine unglaubliche Menge Volks strömt hinzu-aber es zeigt sich bis jetzt noch weder große Theilnahmenoch Kennerschaft. Die Pferde sind alle, die Jokey's bei-nahe alle eingeführt, und die bedeutendsten Wettenden sind —mit Ausnahme des Herzogs von Orleans — meist auch Aus-länder.
Der Anblick ist sehr schön, besonders wenn die Zu-schauer zu Pferde in der Mitte der Rennbahn sich aufeinmal in Bewegung setzen, um die abgelaufenen Rennerauf der entgegengesetzten Seite zu beobachten.
Daß die Rennen für englische Zwecke und Oettlichkei-ten berechnet sind, daß aller Gedanke an seine Reiterei,und selbst der angenehme Gang der Schnelligkeit aufgeopfertwerden, auf welche allein hingearbeitet wird, das sollteman da bedenken, wo man die Zucht andern Zwecken an-passen muß, und nicht reich genug ist, um diese Blumedes Pferdelurus pflegen zu können. Namentlich ist Frank-reich in der Zucht, Dressirung und Behandlung der Pferdenoch so weit hinter England, in der Reitkunst aber noch