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Wirbelthiere.
andere Höhlungen als die Lunge, athmen, indem die Lust ihrenganzen Körper durchdringt, und die Aste der Aorta, oder der Ar-terie des Körpers, so gut badet, wie die der Lungenarterie.
Hieraus entspringen die vier Arten von Bewegungen, fürwelche die vier Classen der Wirbelthiere insbesondere bestimmtsind. Die vierfüßigm Thiere, bei welchen die Quantität derRespiration noch gemäßigt ist, sind im Allgemeinen geschaffen umzu laufen und zu gehen, indem sie dabei Kraft entwickeln; dieBögel, wo sie größer ist, haben die Leichtigkeit und Muskelkraft,'welche zum Flug nöthig ist; die Amphibien, bei denen sie gerin-ger, sind zum Kriechen verdammt, und mehrere unter ihnen brin-gen ihr Leben in einer Art von Betäubung zu; die Fische end-lich haben zur Ausübung ihrer Bewegungen eine Flüssigkeit,fast von derselben specifischen Schwere wie sie selbst nöthig, umdarin getragen zu werden.
Jeder Charakter der Organisation, der jeder dieser vier Clas-sen eigenthümlich ist, und zumal diejenigen, welche die Bewegungund die äußeren Sinne betreffen, stehen in nothwendigem Bezugmit diesen wesentlichen Charakteren.
Indessen besitzt die Classe der Säugthiere noch eigenthüm-liche Charaktere im Lebendiggebären, in der Art, wie sich derFoetus in der Gebärmutter mittels des Mutterkuchens nährt,und in den Zitzen, wodurch die Jungen gesaugt werden.
Die anderen Classen sind dagegen «erlegend, und, wenn mansie der ersten zusammen entgegensetzt, reich an Ähnlichkeiten, welchefür sie wieder einen besonderen Plan der Organisation, innerhalbdes Allgemeinen aller Wirbelthiere, anzeigen.
Erste Classe der Wirbelthiere-
Säugthiere.
^ie Säugthiere müssen an die Spitze des Thierreiches ge-stellt werden, nicht nur weil sie t - Classe sind, zu der wir selbstgehören, sondern auch weil es die der Thiere ist, die unter allendie mannigfaltigsten Fähigkeiten, die zartesten Empfindungen unddie verschiedenartigsten Bewegungen zeigen, und wo der Vereinaller Fähigkeiten gleichsam berechnet zu seyn scheint, eine vollkomm-