Band 
[Erster und zweiter Band.]
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Sechstes Kapitel.

Leopolds Reformen- — Streit mit Rom, wegen der Bekannt-machung von RacineS Kirchcngeschichtc.—Ein andrer Streit,wegen der von Machiavellis Werke- —

„Rom zitterte unterdessen, da es sahe, wie der Groß-„herzog die Wissenschaften begünstigte, und da« Reich„der Unwissenheit zu zerstören trachtete, welche« es aus„seinen unrechtmäßigen Einfluß so fest gegründet glaubte."Da e« ihm nicht gelungen war, den Katechismus Cok»berts verbieten zu machen, so suchte es den Druck vonRacines Kirchengeschichte zu verhindern, die mehrere jungeGeistliche übersetzt halten, mit Begünstigung der Regie»rung selbst. Gleiche Versuche wurden gegen eine Aus-gabe Machiavellis gemacht, welche die Aebte, Tanziniund Follini, Sckretaire Ricci'S, nach Manuskripten welchedieser selbst besaß, bearbeiteten, mit besten Familie einFräulein, der letzte Sprößling der Machiavellis, sichdurch eine Heirath verbunden hatte (9). Der NunziuSCrivellI machte das Gewissen des Erzbischofs, wegen die«sen literarischen Unternehmungen rege, die in den Augeneines wahrhaften Römers ein Verbrechen schienen. —Jncontri konnte nicht durchgrejsen; er versuchte es, denNunziuS durch Umschweife zu beruhigen, und fragte Tan»-ini, wer ihm die Autorisation gegeben habe, Schriftenvon einem so förmlich verurtheiltcn Autor zu lesen, alses der berühmte Sekrctair der Republik war. Der Abt

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