Eilftes Kapitel.
Nicki in stimm Sprengel. — Unordnung in den zwei Kloster»der Dominikanerinnen zu Pistoja- — Die Nonnen unter«werfen sich ihrem neuen Bischof. . «
Scipio wird uns durch den Abt X. als ein frommerund sanfter Mann, von reinen Sitten geschildert, demdas Wohl sejner Gemeine und der ganzen Kirche amHerzen log.
Diese Schilderung ist wahr. Wir fügen nur nochhinzu, daß Ricci den Ruhm liebte, oder daß er sich viel'mehr einen Namen zu machen sucht«, was bei ihm nureine Tugend mehr war, welche alle andere geltend ma«chen mußte. Die unnützen Reformen die er unternahm,für welche er die Zeit hätte sorgen lassen sollen, crbittir,teu die Frommen der Gegenpanhei, die sich nun mitden Fanatiker, den Ignoranten und den Heuchlern ver-band, die seine andere Reformen schon gegen ihn aufge-bracht hatten: das ganze Gebäude stürzte zusammen, unddie Bosheit triumphirte von neuem. Doch wir wollenden Begebenheiten nicht vorgreifen.
Ricci hatte sich noch nicht zu PiStoja niedergelassen,als er hörte, daß ein Kanonikus wegen Diebstahl ver-haftet worden war, ehe er Florenz verließ, erlangte ervom Großhcrzvg, daß man diesen Priester in ein Klostereinsperren dürfe, um Buße zu thun, hierdurch wurde ein