Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
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dessen Ernennung dem Bischof blos anzureizen, wie siees bis dahin gemacht hatten. Allein Ricci verlangte,daß sie sich nach den Vorschriften des Monacello richtensollten, die von Rom aus gebilligt worden waren, undden er absichtlich vor jeden andern citirte, damit manihn nicht beschuldigen könne als wollte er die Privilegiender Mönche angreifen, wobei diese keinen Scherz ver«standen.

D'e Dominikaner erstaunt und ärgerlich über diese-unerwa-tete Hmderniß, mußten sich indessen zu Ricci'SGeneral. BikariuS zu Prato begeben, um sich so gut wiemöglich aus dieser Verlegenheit zu ziehen. Der VikariuS,«in sehr einfacher Mann. hielt es für eine große Höf-lichkeit von Seiten der Mönche, daß sie sich meinem ge-rechten Verlangen unterwarfen; sagt Ricci, und durchdiese Schritte mehr als zufrieden gestellt, bewilligte er alleswas sie verlangten. —

Sie begehrten und erhielten unter andern, die Dis-pense von dem Verbot welches Ricci ihnen gemacht hatte,die Nonnenklöster zu besuchen, wenn sie es für nöthigerachteten. — Der kluge Bischof, der ihre Aufführungkannte, hatte begehrt, daß sie die geistlichen Töchter nurim innern des Hauses ^-suchen durften, wenn es die ab-solute Notbweudiqkeit heischte, und mit dem Chorhemdund der Stola bekleidet, um ihnen die Sakramente zuverabreichen. Dieses Verbot, das empfindlichste welchesman ihnen machen konnte, verwundete sie tief, und sieunterliessen nichts, um sich ihm zu entziehen.

Ihre Prätentionen waren zu sehr im Widerspruchmit den Rechten der bürgerlichen Obrigkeit und mit denihrer Seelcnhirtcn, als daß sie solche nicht fortwährend