Band 
[Erster und zweiter Band.]
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Zwölftes Kapitel-

Ti'nffuß -er Jesuiten und der Dominikaner zu Prato. — Strei-tigkeiten Ricej's mit den letzter» wegen ihren Nonnen.—

Die Stadt Prato w-kr von jeher ganz in der Ge-walt der Pfaffen: Die Jesuiten und Dominikaner übte»die unumschränkteste Gewalt daselbst aus, die erster«, in-dem sie die Erziehung aller jungen Leute aus den erstenFamilien leiteten, die andern, weil sie die Frauenklbsterbeherrschten. Die weltliche Geistlichkeit, meisten« unwis-send und in Knechtschaft aufcrzogcn, hieng von dem ei-nen oder dem andern dieser Orden ab, so wie cS ihr Vor-theil wollte. Die Dominikaner rissen die ganze Gewaltder eben aufgehobenen Jesuiten auch noch an sich. DerBischof erhielt nicht den geringsten Antheil daran, und erfuhr fort, in Prato so angesehen zu werden, wie dies ge-wöhnlich mit einem großen Herrn in einer kleinen Stadtder Fall ist; seine geistige Gewalt war nichtig, besondersda er nicht daselbst residirte.

Bei dieser Lage der Dinge konnte es nicht lange dau-ern, daß Ricci, eifersüchtig aus seine Macht, besonderswenn er überzeugt war, daß die Moral und die Religionihm deren Ausübung befahlen, mit den Mönchen Hän-del bekam. Der erste Streit brach über die Ernennungeines Beichtvaters und Predigers der Dominikaner fürdie Nonnen, ihre Beichtkinder, aus. Sie begnügten sich.