Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
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Diese' Ehre war Leopold vorbehalten, den kleineGeister, sey es aus Neid oder Aberglauben, der Ketzereibeschuldigt haben, wegen den Verordnungen die er inkirchlicher Hinsicht gab. und besonder» wegen denjenigen,die Bezug auf die Mönche und Nonnen halten.

Zwei Nonnen aus dem S. Catharincnklvstcr vonPiSto«ja, welche ihm abscheuliche Grundsätze der Lehren derDominikanermönche anzeigten, und welche seine Hülfeansprachen um von ihnen befreit zu werben, 'waren dieUrsache dieser weisen Verordnungen (16). Sie bewicßc»welchen Vortheil die Mönche und besonders der Provincial,und der Beichtvater aus ihrem Kloster zogen, und wiesie auch den zeitlichen Interessen der Fraucnklöster schadeten,deren Ruin sie nach und nach herbeiführten (17). Sie'geben auch zugleich jn erkennen, wie schrecklich der geistigeSchade» war, den'sie verursachten, wegen der Vertraulich»keit mit welcher die Mönche die Nonnen behandelten,und der Leichtigkeit mit welchen sie Zutritt im Klosterhatten. Sie aßen und tranken mit denjenigen, die sieam liebsten hatten, und die ihnen am meisten zugethanwaren; sie blieben so oft cS ihnen gut dünkte, mit ihnenunter vier Augen, in einer Zelle. Sie schliefen auchwährend dir Nacht im Kloster, in der That in einemandern Zimmer, aber doch innerhalb der Mauern; unddieß so oft als sie die Gclegcnbcit dazu hatten, oder sieden Verwand einer Kranken beizustehn, benutzen kommen.Die lange Gewohnheit hatte sie so blind gemacht, daß sieselbst den äußern Schein ungestraft glaubten hintcnansetzcn,zu können (lö).

„Indessen war die Gemeinschaft der Mönche mit„den Nonnen auf einen so hohen Grad gestiegen, daß„man sich ganz ungezwungen in beiden Klöstern von„seinen Liebcshändel unterhielt, als wenn diese Gespräche