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die sich nicht gefürchtet hatten , die Geduld des Fürstenund de« Bischofs zu ermüden. Es blieb ihnen nur nochdie List übrig, und ein Pfaffe suchte sie, wiewohl ver-geblich, anzuwenden. In dem Augenblick als man es amwenigsten erwartete, erschien zu Prato ein DominikanerP. Caloi, der mit einer Ordre vom Troßherzog versehenwar, um zusammen mit Ricci wegen der Entdeckung derMißbrauche im Katharinenkloster zu wirken; er war die-sem letzren sehr dringend durch Seratti, Sekretair desFürsten, empfohlen. —
Es ist möglich, daß Seratti, von dem unterrichtet, was sich bei der Andacht zum heiligen Herzen zugetragenhatte und fürchtend daß Ricci zum zweitenmal ein ärger-liches, bei einem unwissenden und abergläubischen Volk,gefährliches Aufsehen erregen möchte; einen gewandtenund schlauen Pfaffen zwischen beide Theile stellen wollte.Allein Calvi verdarb alle-, statt die Sache .in Ordnungzu bringen: er vehauptete Vollmacht zu haben, die Strei-tigkeiten, selbst ohne Beihülfe des Bischofs, des Polizey-lieutnantS und des VicariuS ein Ende machen zu können,er wollte geradezu in das Katharinenkloster, was manaber nicht zugab und ihn zu arretiren drohetc, wenn eres versuchen würde, die Wachsamkeit der Regierung zuhintergehen. Ricci wurde sogleich davon benachrichtigt,und schrieb auf der Grelle an Leopold um ihm die un-trüglichsten Beweise von dem schlechten Ruf des Calvi zugeben (27) und der Troßherzog, dessen Einwilligung derSekretair erschlichen hatte, rief den Pfaffen zurück, undließ den Bischof allein das Chaos dir mönchischen Intri-guen seiner Dlöcesen auseinander setzen. —-
Es war ein Servile Namen- P. Baldi, dem Ricciaufgetragen hatte, die Nonnen und Zöglinge des Karha- "rinenklosters z« verhören.