gierigen, verheimlicht habe, und dadurch schuld an einerfür den heiligen Stuhl so entehrenden Demüthigung sey.Er warf ihm ausserdem noch gewisse, sehr schlechte Streit«sätze vor, welche er erlaubt habe, daß man sie in demKloster St. Markus zu Florenz vertheidigte, er mißharvdclte ihn so sehr, daß der Mönch weinend aus der apo«stolischen Audienz grenz, und die Iimmerthüre nicht ein«mal mehr finden konnte. Der Großherzog rief seiner Seit-her, Advokat Fcy ab und machte ihn tüchtig herunter,weil er ihm so schlecht gedient hatte.
Sobald Ricci im Besitz der Vollmachten von Romwar. that er sein möglichstes, um den empfindliche»Schlag, welche der heilige Stuhl dadurch den Nonnenversetzte, zu mildern. Er gieng so weit ihnen die Wahleines Beichtvaters zu lassen, den sie aber unter den Welt«geistlichen wählen sollten, von denen er ihnen deshalbeine lange NamenSliste, zum durchsehen, übergeben ließ.Sie wünschten wenigsten« einen Kaplan von ihrem Or«den zu haben; allein Ricci schlug es ihnen ein für alle,mal ab. Er wußte zu gut, daß diese Pfaffen gewöhn«sich die ausschweifendsten waren, und sich nicht das min-deste Gewissen daraus gemacht haben würden, die Beichteder Nonnen, selbst ohne die Einwilligung des BischoffeSanzuhören: ich behaupte nichts in den Tag hinein, sagtRicci, ich sage nur da«, wovon ich mich tausendmalselbst überzeugt habe. Es war ihm ausserdem vom Groß«herzog förmlich verboten, ihnen einen Dominikaner alsKaplan zu bewilligen, und er blieb standhaft bei seinerWeigerung, selbst für das Kloster von St. Vincenz, demder Erzbischof diese Gunst versprochen battc und zwar inRicci'« Namen, von dem er fälschlich versichert hatte,das Wort dafür zu haben- Diese kleine Intrigue en-digte sich ganz zut Schande des Metrepolitaus: von die«
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