Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
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Italien kennen und besucht haben, werden unt gern glau,den, daß uns ohne Mühe von den Herrn Ricci ihr»literarische Schätze mitgetheilt worden sind. Die Gefällig»keit der Italiener und besonders der ToSkaner, gegenKünstler und fremde Gelehrten, hat so wie ihr Zutraue»in diesem Punkt, keine Gränzen.

Wir haben das nirgends mehr al« in Florenz cmpfün»den, wo wir zehn Monate lang von der Erlaubniß wel»che die Herrn Ricci so gütig waren uns zu geben» undwofür wir ihnen hiemit unser» aufrichtigen Dank zollen,Gebrauch machten, und in allen selbstgeschriebenen Ma»nuscripten, des 'Herrn Bischof« von Pistvja, so wie indenen welche die Verwaltung seines DiSihums betrafenden zahlreichen Bänden seiner Correspondenz, alle Be«merkungen und Materialien zu schöpfen, die wie wirglaubten uns dienen würden, um die Geschichte der letztenfünfzig Jahre Toskanas aufzuklären. —

Wir hatten damals noch nicht das Projekt gefaßt,Riccis Leben zu schreiben.

Erst als wir alle unsere Notizen und Anmerkungendurchgiengcn, fanden wir eine Menge wichtige Tharsa»chen, die uns hiezu bestimmten. — Wir fanden unS be«sonder« dazu veranlaßt, durch da« Interesse welches un-, ein katholischer Prälat einflößte, dessen Handlungen undGrundsätze, jedem Staatsmann der dazu bestimmt ist,Länder zu verwalten, welche unter dem allmächtigen Ein»fluß RvmS stehen, viel Stoff zum Nachdenken geben.

Obgleich es den Herrn Ricci durchaus unbekanntwar, in waS die Materialien dieser Geschichte bestanden,so betrachteten wir solche dennoch a!« deren Eigenthum,und begehrten ihre Erlaubniß, um sie bekannt machen zudürfen. Sie ließen uns vollkommene Freiheit, solche nachGutdünken zu gebrauchen^ —

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