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Dir Freiheit, eine Frucht und Belohnung der Tu«gend, konnte nicht im Schooß der Niederträchtigkeit undder Verrätherei gedeihen. Cosmu« von Medici-, ersterGroßherzoz von Toskana, folgte dem Alexander in derRegierung. Da er weit schlauer war, so wurde seine Ty«rannet ein geregelte- System von unaufhörlichen Bedrük,kungen, und eine Sittenlosigkcir riß ei», die um so ge»sährlicher war, da sie den Anschein v»n Ordnung hatte.Cosinus — wenn matf dem Glauben beimcffen darf, waSdamals allgemein verbreitet war, woran Niemand zwei,feite und dem auch nie mit Grund widersprochen wordenist — war er der Mörder eine- seiner Söhne, Don Garcias,welcher den Kardinal Giovanni, seinen eigenen Bruderumgebracht hatte: die Herzogin Leonore, ihre Mutter,starb bald darauf vor Gram,
Vor siinerEhe mit Leonore hatte Cosinus eine natür«.liche Tochter mitCamilla Martelli, die er in der Folge auSGewissensbisse heirathcte, nachdem er dem Pabst gebeichtethatte, gezeugt. Eine andere gebahr ihm Eleonore Albizzi,als er schon der Gemahl LeonoraS von Toledo war.
Dieser Tiberius ToskanaS beschäftigte fich sehr mitVergiftungen, und er hat uns sogar seine Entdeckungenin dieser schändlichen Kunst feiger Tyranuen, aufbcwah,xen wollen. „In einem Inventarium seiner Papiere, das„noch heutiges Tages eristirt, befindet sich eine Samm»„lung von Recepten zur Verfertigung der Gifte. Der„ florentinische Beobachter, aus dem ich dies entlehnt habe,„ fügt hinzu; Cosinus tödtete mit eigenen Händen Sforza„Almeni, einen Edelmann, und seit langer Zeit sein Gunst,„ling, weil er nicht das strengste Geheimniß wegen den„ Neigungen seines Herrn, beobachtet hatte. Wir wollen„mit Stillschweigen den Tod mancher Bürger übergehen.